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Theil 1 (1837)
Entstehung
Seite
58
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Ich bin nun bald zwey Monate auf der Insel Zy-pern, mein thcucrcr Freund! Seit meiner Wiederher-stellung reite ich oft aus, um die umliegende Gegendkennen zu lernen; mein Lieblingsspaziergang ist aberdas Ufer des Meeres. Ich komme niemals hieher,ohne mich lange Zeit da aufzuhalten, die Blicke nachder Gegend gerichtet, nach welcher ich seufze, undwelche der Gegenstand der Sehnsucht meiner ganzenSeele ist.

Man findet leider mehrere Renegaten hier, welchezur Zeit der Niedermctzlungen, theils um ihr Lebenzu retten, theils um ihren Handel ungestörter treibenzu können, Türken geworden sind.

Aus Todesfurcht seinen Gott verläugncn und >verlassen, ist gewiß schrecklich, allein ihn abzuschwören,ihm zu entsagen, um schmutzigen Gewinnes willen,das ist das Uebermaß von Schlechtigkeit. Wenn esmir begegnen sollte, daß mir an der Ecke einer engenGasse ein mit, an der Pest Verstorbenen beladenerWagen entgegen käme, und ich könnte es schlechter-dings nicht vermeiden, mit ihm in Berührung zukommen, würde ich weniger in Schrecken gerathen,als ich beym Anblick eines Renegaten Entsetzen empfinde.

Unser Kloster war in Folge eines Gerüchts überdie Pest, zu dem noch der Schrecken kam, welchen dieCholera verursachte, 15 Tage lang geschlossen gewesen.Ich konnte mich nicht enthalten, über die Aengstlich-kcit zu lächeln, mit welcher unsere guten Bäter einigekleinliche Borsichtsmaßregeln beobachteten, während