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Ich danke dir, o mein Schutzengel! du weißt, wieich von dem Glücke berauscht war, als ich sah, daßich meine Reise fortsetzen könnte! Ja dieser Gedankemachte mich ganz glücklich; er goß Ströme einer un-aussprechlichen Wonne in meine Seele.
In einem meiner Zimmer, wo ich mich beynaheimmer aufhalte, und welches man Divanzimmer nennt,weil die Wände desselben rings um damit bekleidet sind,habe ich zwep Gemälde von sehr großem Umfange; —das eine stellt den Heilgen Franz von Assisi, und dasandere den heiligen Anton von Padua vor. Am Fußedieser Gemälde befindet sich das österreichische Wappenmit den Zeichen ÄI. 1'. Sie sind ein Geschenk vonMaria Theresia, dieser Kaiserinn, deren Seele, nochgrößer, als ihre weiten Staaten, Gefallen daran fand,sogar bis in die entferntesten Gegenden Wohlthatcn zuverbreiten, dieser Fürstinn, welche die Welt eben sosehr durch ihre Frömmigkeit, als durch ihren Muthin Erstaunen setzte, welche, von Pracht und Größeumgeben, ihr Vergnügen darin fand, ihr erhabenesHaupt, auf dem so viele Kronen glänzten, vor demallein ewigen Könige zu demüthigen; dieser Fürstinn,welche niemals vergaß, daß sie, obgleich Königinn,doch nur Staub und Asche sey; dieser Monarchinnendlich, deren Herz den Bitten ihrer Unterthanen stetszugänglich, und deren Name stets ein Name des Segensund der Liebe war. Eine sehr schöne Uhr, welche sichan der Thüre meines Zimmers befindet, ist ebenfallsein Geschenk dieser Kaiserinn.