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traf einige Vorkehrungen für den Fall, daß ich sterbensollte. Meine Gedanken waren besonders zur Krippegerichtet, in welcher die ewige Liebe geboren werdenwollte, zum Golgatha, zum heiligen Grabe, undwenn ich bedachte, daß ich diese Orte, welche meinemHerzen so theuer sind, wahrscheinlich nicht sehen werde,so füllten sich meine Augen mit Thränen.
Welche schöne Studien hätte nicht einem Malerdieses große Zimmer dargeboten, von einer einzigenLampe beleuchtet, dieses Zimmer, wo ich in meinemweißen Kleide von Latrappe auf dem Divan ausge-streckt lag, umgeben von diesen guten Ordcnsmännern,deren Kleidung von ganz dunkler Farbe, so sehr gegendie meinige abstach. Ihr langer Wart, ihre über dieWrust gekreuzten Hände, und der Ausdruck ihrer !Haltung, da die christliche Liebe sich in jedem ihrerZüge mahlte, erinnerten so sehr an die alten Einsiedler!
Während meiner Krankheit haben mich alleKonsulnmit Aufmerksamkeiten überhäuft, besonders Herr Ca-prara, der Konsul von Oesterreich. Die griechischenAerzte, welche mir ihre Sorgfalt widmeten, warenunermüdet.
Ich kann den Empfindungen, die mich beseelten,als man mir zum erstenmal erlaubte, in den Gartenhinabzugehen, keine Worte geben.
O der Genesung wonnevvlle Stunden!
O schöner Tag! der reine Lust mir beut,
An dem ich neue Lebenskraft empfunden,
Dn bist ein Strahl von der Unsterblichkeit!