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Obwohl wir den 30. Sept. haben, so brennt dochdie Sonne fürchterlich, das Land ist dürre und ganzweiß. Die wenigen Bäumchen, welche man sieht, sindmit Staub bedeckt, die Landschaft ist weißlich, traurigund einförmig. Man erkennt bcym ersten Anblick, daßAlles hier asiatisch ist; Alles fallt einem Europäer, wel-cher zum erstenmale hieher kömmt, auf; in jedem Augen-blicke begegnet man langen Zügen von Kamelen, ge-führt durch Araber und Türken zu Fuß und zu Pferd,welche vom Kopf bis zu den Füßen bewaffnet sind, undverschleyerte Frauen, von denen man nur die Augensieht. La Marine und Larnaka sind zwep Städte,wenn man ihnen diesen Namen geben kann, welche,so zu sagen, einander berühren. Es gibt nichts Arm-seligeres, nichts Traurigeres; durch sie bekömmt manschon eine Vorstellung von den Städten der Levante.Schlechte Häuser von Koth mit Terassen, das ist Alles.Ich habe sie beynahe unbewohnt gesunden. Eine großeMenge Einwohner hat sich, seit der Erscheinung derEholera, welche, wie man glaubt, durch das strafbareBenehmen des General - Konsuls von Toskana inEgypten, auf die Insel gebracht worden ist, in dieGebirge geflüchtet. Dieser floh vor dieser Geißel, welcheEgypten verheerte, und damit seine Landung keinHin-derniß finden möge, verhehlte er den Tod seines Se-kretärs und mehrerer Matrosen, welche auf dem Schiffegestorben waren. Als diese Hinterlist bekannt gewordenwar, zwang man ihn, sich wieder einzuschiffen. DerSchrecken war um so größer, da durch Schiffe, welche