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und Wohlthätigkeit ist, und weil in seinem Herzendie Tugend wohnt. Die lange Zeit, welche er schonregiert hat, ist uns kurz erschienen; möge d^r Herrihn seinen Völkern noch lange erhalten.
Wie leicht ist es einem Fürsten, sich beliebt zumachen. Ich habe irgendwo gelesen, daß die Königeihre Macht nur zum guten Gebrauche erhalten haben,daß sie ihre Größe gewissermaßen nur unsern Be-dürfnissen verdanken, und wenn es keine Schwacheund Unglückliche gäbe, so würde der Himmel auchkeine Herren auf Erden eingesetzt haben. Der Nameder ersten Könige, von denen die Schrift spricht, be-deutet »König — Vater.«
Ich will Ihnen noch eine meiner Freuden erzählen.Das größte Vergnügen, welches ich während meinesAufenthalts in Mailand empfand, war, unsere Solda-ten haufenweise in die Dom-Kirche gehen und da denGott der Heere anbeten zu sehen. Das Herz schlugmir, als ich diese Krieger betrachtete, wie sie vor demHerrn knieten, und mit jener inbrünstigen Andacht,welche die Gnade Gottes erwirbt und seine Segnun-gen verdient, zu ihm beteten.
Welchen angenehmen und frommen Eindruck machtder Anblick dieses männlichen Stolzes, welcher sichnicht scheut, vor den Altären demüthig das Knie zubeugen, auf die Seele! Aber wie widrig, und mitleid-crregend ist der Anblick eines Soldaten, welcher gegenseinen König, und gegen seinen Befehlshaber oft biszur Sklaverei ehrerbietig ist, und es dennoch wagt,