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erbaut worden und man feycrt hier alle Jahre durcheine Messe den Gedächtnißtag seiner Befreyung. DieMauern der Kapelle sind mit schlechten Gemälden be-deckt, welche den Schwur auf dem Grütly und dieverschiedenen Ereignisse jener Zeit vorstellen. Ich be-trachtete diese Gemälde, und sagte mit einem tiefenSeufzer zu mir selbst: Wie viele Verbrechen sind ausder Welt durch den Mißbrauch des, Wortes Freyheitbegangen worden! Wie viele Thiänen, wie viel Bluthat er fließen gemacht! Wie viele Unglücksfälle wirder noch verursachen!
Walter Fürst, Arnold von Melchthal, WernerStauffacher, die ihr euch mit edlem Muthe für dasGlück, und das Heil eucrs Vaterlandes aufgeopferthabt, wenn ich euere Schatten hervorrufen, wenn ichvor ihnen die Geschichte der fünf Jahrhunderte, welcheeit cucrm Tode vorübergegangen sind, aufrollen undeuch alle die Uebcl zeigen könnte, mit denen ehr-geizige Menschen, den heiligen Namen Freyheit schän-dend, die Welt überschüttet haben, ihr würdet, vomSchrecken ergriffen, euch schnell wieder in euere Grä-ber stürzen.
Siebenter Brief.
Mailand den 27. August «sse.
Ich habe den Gotthard überschritten. Diese neueStraße ist wahrhastig der Römer würdig. Ich habe