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langeZeit auf dem höchsten Punkte verweilt. DieBerg-gipfel haben etwas Erhabenes, etwas Heiliges, wasich nicht zu beschreiben weiß; die Gedanken erhebensich hier zu göttlichen Gegenständen, und laden denMenschen zur Betrachtung und zum Gebete ein. DerWind heulte, und ich kannte kaum meinen Mantelerhalten. Ueber den Wolken stehend, betete ich denSchöpfer des Weltalls an; die Welt schien vor meinenFüßen zu liegen, und ich fühlte in meinem Herzeneine lebhafte Regung, welche mich zu andern Wundernhinriß, eine Regung, welche mich in den SchoostGottes versetzte, nach welchem meine Seele dürstete.Niemals war ich je so lebhast und so tief gerührtgewesen! Ich warf einen Blick auf die Länder,welche ich verlassen und wo ich so viele Wesen, diemeinem Herzen theuer sind, zurückgelassen hatte, Wesen,welche ich nie wieder zu sehen glaubte: — ich em-pfahl sie dann dem großen Gotte, dem Batcr vollBarmherzigkeit; ich betete für euch, ihr Brüder meinesKlosters, die ihr in den Bergen der Schweiz zerstreutsepd, und auch für euch meine Kinder, die ihr mir trotz solanger Abwesenheit so gegenwärtig seyd, als wenn icheuch eben aus den Armen euerer Mutter nähme, umeuch an mein Herz zu drücken.
Ich kam Abends in Airolo äußerst ermüdet an,denn ich war noch so schwach. Am folgenden Tagewollte ich mich in Magadino am Lago Maggiore aufdem Dampfschiffe einschiffen. Seit 17 Iahren Ordens-geistlicher kannte ich die Dampfschiffe weder aus eigener