Druckschrift 
Theil 1 (1837)
Entstehung
Seite
12
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IS

Könnte ich Ihnen, mein theucrer Freund! dochauch Alles sagen, was ich für diese so gütigen undgefühlvollen Menschen empfinde, bey welchen ich einenZufluchtsort gefunden habe. Gewiß, christliches Ehe-paar, ich werde deiner nie vergessen! An den Ufern desJordan, des Sees Tiberias, des todten Meeres, desNil, wird Ihr Bild, wie an den Ufern des Luzcrner-Sccs, stets meinem Geiste gegenwärtig und tief inmein Herz eingegraben scyn. Ich werde Sie immervor mir sehen, verchrungswürdige Lucie B., wie Siemeine Wunden verbinden, und mein des Lichtes be-raubtes Auge anfeuchten. Und Sie, ihr Gemahl,mein thcuerer und vcrchrungswürdigcr Freund, derSie Ihrem leidenden Gaste alle Dienste einer voll-kommnen christlichen Liebe erwiesen haben, ich werdeSie nie aus meinem Andenken verlieren! Und wemverdanke ich diese Dienste? Armen Leuten etwa, welchedurch die Hoffnung einer Vergeltung dazu angetriebenwurden? Nein, reichen, aber christlichen Menschen,welche wissen, daß die Dienste, welche man dem Näch-sten erweiset, im Himmel aufgezeichnet werden;einem Ehepaare, welches Gott liebt und ihm mitredlichem und eifrigem Herzen dient, und welches injedem leidenden Wesen Jesus Christus erblickt.

Ich muß Ihnen, mein lieber Freund! noch voneiner thcucrn Familie sagen, welche mich währendmeiner Krankheit mit Güte überhäuft, mir währendmeiner Ficberanfälle den Schweiß der glühenden Stirnegetrocknet, und mir Beweise der ausrichtigsten Anhäng-