Druckschrift 
Theil 1 (1837)
Entstehung
Seite
XXI
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Beschimpfungen gewesen! Gerechter Gott! rächenderGott! ja du vergiltst ihnen nach ihren Werken, ja großerGott! dein Ruhm fodert volle Genugthuung. Rachegegen diese Gottlosen! Rache gegen diese ruchlosen Un-geheuer ! Doch was sage ich? Nein, nein, guter, zärt-licher, mitleidiger Gott, Gott des Erbarmens, welchernicht den Tod des Sünders will, sondern vielmehr,daß er sich bekehre und lebe, der du am Kreuze mitBeleidigungen und Schmähreden überschüttet, unter derSeelcnangst der fürchterlichsten Pein nur den rcuigmRäuber zu segnen, und für deine Henker zu beten ge-wußt hast, gestatte, daß ich zu Gunsten der Strafbarenjene Worte der Liebe an dich richte, welche dein gött-licher Mund aussprechen hat: »Mein Vater! vergibihnen; denn sie wissen nicht, was sie thun.« Ja zärt-licher Vater, Erlöser aller Menschen! verzeih ihnen;laß sie die Größe ihrer Frevclthatcn erkennen; erfüllesie mit heilsamer Gewissensqual, damit sie sich dir zuFüßen werfen und durch kräftige Reue und Liebe ihreBlindheit und ihre Verbrechen abbüßen.

,Was mich betrifft, o Jesus! mein Vater! meineLiebe und mein Gott! empfange die öffentliche Huldi-gung meines Bekenntnisses und meines Glaubens;dich, mein Jesus! würde noch mein von dem BeilederMörder herabströmcndes Blut bekennen, wenn auchmeine erstarrte Zunge deinen heiligen Namen nicht mehranrufen könnte. Deine heilige Kirche ist vom Sturmeangefallen worden; lege dem Winde und dem Meer»Stillschweigen auf, verleih ihr den Frieden wieder, undgib, daß Mle, endlich erkennend, daß du allein der Weg,