VII
tritt er die Pilgerfahrt dahin an. Ist er In dieser aliseili-gen Prüfung nnd Weihe, die seinem Geiste und seinemHerzen durch ein langes, erfahrungsreiches, bewegtes, inallen hohen Beziehungen der Welt, der Wissenschaft undBildung, in der Schule des Glücks, wie des Unglücks, zu-gebrachtes Leben geworden, nicht auch der Geeignetste, dasLand jener Wunder und Verheißungen zn beschreibe»? SeinWerk gibt Acugniß, daß es so ist; es ist vor allen Schriften,die je über Palästina erschienen, ausgezeichnet durch dieerhabensten Empfindungen und Gefühle eines nur Gott,mir Gottes Ehre und Verherrlichung suchenden Herzens,die dem Ganzen jenen unbeschreiblichen Reitz verleihen, dervon Allem ausgeht, was von der Liebe zu Gott ganz durch-drungen nnd geheiligt ist. Die Leser werden mit uns darinübereinstimmen, daß sie nie etwas Erbauendercs gelesenhaben.
Ferdinand Varvn vonGeramb stammt aus einemungarischen Adclsgeschlechte und wurde im Jahre t?7Z ge-boren. Er befand sich um I8ou als Kammerherr am Kai-serlichen Hofe in Wien. In den Feldzügen von t8v5 und!8v6 kommandirte er ein Corps gegen die Franzosen, undkämpfte später gegen sie in Spanien. Von dort begab ersich nach England und dann nach Deutschland. Hier hatteer sich durch scincLiebezn dem deutschen Regcntenhause, demer durch die Geburt angehörte, bald den Haß der Franzo-sen so zugezogen, daß er, während ihrer despotischen Herr-schaft über Deutschland, ergriffen, und nach Vincennesgeführt wurde, wo man ihn gefangen hielt, bis die Siez:der Allürten in Frankreich auch ihm die Frcvheit verschaff-ten. Diese Gefangenschaft hatte ihn zur Einkehr in seinInneres und auf die geistliche Bahn geführt, auf welcherer jetzt so musterhaft wandelt. Er entsagte nach seiner