heiligen Vaters mit Ehrfurcht vernehmen und dessen ern-ster Mahnung Folge leisten, unzugänglich gemacht haben.Sollte durch diese kirchliche Ccnsur des Werkes Lamartine'sder Literatur einiger Verlust zugegangen seyn, so wird erdurch die vorliegende Schrift des Herrn von Geramb voll-kommen ersetzt. Aus einem angesehenen adelichcn Hausegeboren, mit Sorgfalt gebildet, die Jahre männlicher Kraftan einem der ersten europäischen Hofe, in den höchstenKreisen der Gesellschaft zubringend, dann der Verteidi-gung seines Vaterlandes als tapferer Offizier sich hinge-bend, stets umgeben von dem Ansehen und dem Glänze,den Adel, Talente und Rcichthnm gewähren, wird Herrvon Geramb endlich durch widrige Schicksale, durch eineharte, lange dauernde Gefangenschaft zur Betrachtung dernichtigen Eitelkeit alles Irdischen hingeführt, und bey einembekräftigen Charakter, einem so reich begabten Herzen undGeiste, ist bald der entscheidende Entschluß gefaßt, derWelt, die er nach allen Seiten kennen gelernt und genossen,zu entsagen, und in einem der strengsten Orden nur mehrGott und der Vorbereitung zu einem guten Tode zu leben.Er begibt sich in ein Kloster der Trappistcn und verlebtdort viele Jahre in strenger, heiligender Buße. Da brichtdie Julius-Revolution aus und vertreibt ihn aus dem Orteder Auflucht und des Friedens, wo er Ruhe gesucht undgefunden. Er begibt sich in die Schweiz und hier faßt erden Entschluß, nach Jerusalem zu pilgern, um auf demHügel, wo der Herr sein Blut für uns vergossen, an demGrabe, aus dem Er siegreich wieder erstanden, und an denheiligen Stätten allen, wo Er gewandelt und gewirkt, zubeten, zu weinen und Buße zu thnn für die Sünde Frank-reichs, das Sein Kreuz neuerdings geschmäht und gestürzt.So befähigt, so ausgerüstet, so berufen gleichsam von Gott
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