Vorwort
des Herausgebers.
Das Werk, welches hiemit auf deutschen Boden vev-pflanzt wird, ist in Frankreich mit großem Vcyfall aufge-nommen worden, und hat diesen durch den Inhalt sowohl,als durch seine schöne, höchst erbauende Darstellung imhöchsten Maaße verdient. Der Uebersctzcr glaubte daherdurch die Ucbcrtragung desselben der Religion einen Dienstzn erzeigen. Wenn die Beschreibung des heiligen Landes,welche wir der geistreichen Feder Chateaubriand's verdan-ken, durch einen gewissen Glanz überraschender Gedankenund origineller Schilderungen sich auszeichnet; — wenn dasGemälde, das Lamartine in seinen Sauve-Uvo von demOriente uns gibt, in gar oft zwar flüchtigen, aber geist-reichen Pinselsirichen eine seltene Meisterhand beurkundet,—so muß man auf der andern Seite auch zugeben, daß dieWerke Bcpdcr mehr den Geist und die Phantasie, als dasHerz ansprechen; ja bei) Lamartine ist sogar das höchstBedauerliche geschehen, daß er, von einem seltsamen Hangezum Bizarren hingerissen, sich nicht scheute, der ReligionMahomcts Weihrauch zu streuen, und dagegen die christ-liche auf gewisse Weise herabzusetzen. Dieser Umstand, sowie noch andere wenig katholische Aeußcrungcn waren es,welche seinen Sonvonii-z das Mißfallen und die öffent-liche Rüge des Oberhauptes der katholischen Kirche zuge-zogen und sie allen Gläubigen, welche die Stimme ihres