Druckschrift 
Unparteiischer Abriß christlicher Grundwahrheiten von dem sel. Ger. Tersteegen hinterlaßen, nun aber um des vortrefflichen und wichtigen Inhalts willen von Freunden des Verf. dem Druck übergeben
Seite
340
Einzelbild herunterladen
 

Z4» Zwölftes Kapitel.

zur Besserung. S. a. Rom. 14, 1. l Cor.8, iZ. Kap. 9, ly2Z.

(k) i Petr. 4, ic>. Dienet einander, ein jegli-cher mit der Gabe, die er empfangen hat, alsdie guten Haushalter der mancherlei GnadeGOttes. S. a. besonders 1 Cor. r2, 3., ff.Kap. 14, 26.

(z) Phil. 2, Z. Thut nichts durch Zank oder ei-tele Ehre; sondern durch Demuth achtet euch un-ter einander einer den andern höher, denn sichselbst. S. a. Rom. 12.10.

9. Fr. Sage mir endlich noch mit einem Worte:Wie betragt sich ein Christ in seinem Inwen-digen gegen GVtt?

A. 1) Er stehet siäts in herzlichem Verlan-gen und Sehnen nach Gottes Kraft, Weis-heit und licht, um seinen guten und voll-kommnen Willen zu unterscheiden in allen Zu-ständen inwendig, und in allen Vorfällen aus-wendig (a); kann er aber denselben dennochnicht unterscheiden: so thut er dasjenige,was seiner Natur, seinem Fleisch und Blutam meisten zuwider ist. 2) Er seyet auf GOttalle seine Hoffnung und Vertrauen (l>). z)Er liebet ihn über alles (c). 4) Er trachtetgeduldig zu seyn in allem äußern und innernKreuz und leiden (ä). 5) Er opfert stätö zuGOttes Füßen auf, was er ist, vermag, hatund geneußt, dem leibe und der Seele nach,es sey in - oder auswendig, in tiefster Ver-läugnung (e). 6) Er wünschet nichts mehrals nach GOttes Herzen und Sinne zu seyn,

und