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Unparteiischer Abriß christlicher Grundwahrheiten von dem sel. Ger. Tersteegen hinterlaßen, nun aber um des vortrefflichen und wichtigen Inhalts willen von Freunden des Verf. dem Druck übergeben
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zzz Zwölftes Kapitel.

in allerlei mich gefallig mache, und suchenicht,was mir, sondern was vielen frommet, daßsie selig werden.

8. Fr. Wie verhalt sich ein Christ noch insonder-heit gegen andere Gläubige und KinderGOttes?

A. An denen hat er alle seine just, Freu-de und Ergötzung auf Erden (a). Er liebetsie l) über alle, auch über seine nächsten Anver-wandten und Freunde nach dem Fleische,wenn diese GOtt nicht suchen und lieben; undsolches zeiget er nicht allein mit Gebärden,Worten und Umgang, sondern auch, bei al-ler Gelegenheit, nur der Tbar (ti); so daßer sich auch schuldig und geneigt findet, seinLeben für die Brüder zu laßen (o). Er lie-bet sie auch 2) unparteiisch, und ohne Un-terschied, in welchem Stande, in welcherNation oder Erb - Religion sie auch seyn mö-gen (6), und ohne auf diese oder jene, denGrund nicht rührende Neben - Einsichten undMeynungen zu sehen. Auch läßt er sich z)in Bescheidenheit herunter, und trachtet allenallerlei zu werden. So wird er denen, dieunter dem Gesetz sind, als einer der auch un-ter dem Gesetz ist; den Schwachen als einSchwacher (e), nur darum, damit er kei-nem ein Aergerniß oder Anstoß geben, sondernsie gewinnen möge; doch alles ohne Heuche-lei, Schmeichelei, oder andere unlautere Ab-sichten. Er ist daher 4) auch willig, ihnen,wie ein Glied dem andern, zu helfen, zu ra-then,