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Eilftes Kapitel.
wie er «n Wahrheit ist; und auch uns jeldstalsoansehend, wiewirin Wahrheit sind *).
27. Fr. Ivo soll man bethen?
A. Man kann und soll aller Orten heili-ge Hände zu GOtt aufheben (l Tim. 2, 8«);jedoch ist die Stille und Einsamkeit am be-quemsten zur Einsammlung und Andacht, weildie Sinne weniger Vorwürfe zur Zerstreuunghaben; wie IEsus sagt Matth. 6, 6.: Wanndu bethest, so gehe in dein Kämmerlein, undschleuß die Thür zu, und bethe zu deinem Vater
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dann durch Geduld. Oder, wie der Apostel sagt:Laß! uns laufen durch Geduld m dem Kampfe . ..Auch hier heißt es: wer da weicher, an demwird meine Leele keinen Wohlgefallen hallen. —Hatte nur treulich aus! ohne Segen läßt dich derHLcc gewiß am Ende nicht. — S- a. Fr. 32 — z?.
A. d. R.
Nämlich so, wie sich GOtt in seinem Worte geof-fenbaret, und wie er uns, die fündigen Menschen,darin hat beschreiben laßen — aber alles ohne ängst-liches Kopfdrechen , um etwa eine hohe Idee vonIhm, und die Vorstellung der Kleinheit und Nie-drigkeit von uns selbst hervor zu bringen; sondernim Licht des Geistes der Wahrheit, um welchen manflehen muß, damit er selbst uns auch hier i» alleWahrheit leite — Ein aufrichtiges Herz darf nichtbekümmert seyn, wenn es sich GOrt nicht sowürdig und erhaben, und sich selbst nicht so kleinund geringe denken kann, als es wohl wünschte,um vor Ihm sich liefzu demüthigen. Es bleibt allesgebrechlich a» unscrer Seite: wir wissen nicht, wasund wie wir bethen sollen; sondern der H. Geistveriiiir uns mit unaussprechlichen Seufzen. Erwird einen jeden treuen Bether recht beihcn lehren :c.
A. d. R-,