Druckschrift 
Unparteiischer Abriß christlicher Grundwahrheiten von dem sel. Ger. Tersteegen hinterlaßen, nun aber um des vortrefflichen und wichtigen Inhalts willen von Freunden des Verf. dem Druck übergeben
Seite
325
Einzelbild herunterladen
 

Von dem wahren Gebethe. Z25

im Verborgenen, u.s. w. S.a. 1 Mose24,62. 6z. Kap. 32, 24. Match. 14, 2z.Marc. 1, z?.

28. Fr. Wannehe soll man demnach bethen?

A. Allewege und ohne Unterlaß (i Thessal.5, 17. Col. 4, 1.); sonderlich aber, sooft man durch die Wirkung des Geistes GOt-tes dazu bewogen und erinnert wird, es seynun für dieses oder jenes GOtt zu loben,zu danken, oder zu bitten, Fürbitte oder Ab-bitte zu thun, oder was es sonst für eine an-dere gottesdienstliche Pflicht seyn mag, wozuer uns antreibet.

2y. Fr. Was heißet allewege und ohne Unter-laß bethen?

A. Daß man, durch GOttes Gnademan mag gehen, stehen, sitzen oder liegen,ruhen oder arbeiten stäts beflissen sey, inGOttes Gegenwart, mit ehrerbietigem An-denken, und inniger Begierde nach Ihm, nachseiner Gnade, Geist und Gemeinschaft unver-rückt zu bleiben.

Zo. Fr. Schleußt dieß aber aus, daß man nichrauch gewisse Stunden und Zeiten zum Geberbsollte aussetzen mögen?

A. Keineswegs! Vielmehr ist, über-haupt geredet, sehr nützlich, und auchnöthig, baß man 1) nicht allein vor und nachdem Essen, undauchvor einemjeglichen Wer-ke, so man verrichtet, sein Herz zu GOtt er-X z hebe.;