Von dem wahren Gebethe. z»r
ihres Herzens, Willens und ganzen Wesens »»an diesen GOtt, als das allein allwürdigeGut — in seinem jjcht und in seiner Gegen-wart, durch Wirkung seines Geistes.
2. Fr. Was ist ferner bethen?
A. In dem allgemeinsten Sinn ist 2) betheneine Erhebung, Offenlegung und ein Gesprächder Seele mit und vor GOtt, es sey, etwasvon ihm zu begehren, Abbitte oder Fürbittezuthun, oder ihm für etwas zu danken(a).
(s) 1 Tim. 2,1. So ermähne ich mm, daßman vor allen Dingen zuerst thue Bitte, Ge-beth, Fürbitte und Danksagung für alle Mcn-schen. S. a. Phil. 4, 6.
z. Fr. Was soll man abbitten?
A. Die Sünde, als das einzige wahreUebel, und die damit verknüpfte Strafe; essey nun in Absicht aufs Künftige, daß unsGOtt vor der Sünde bewahren wolle; oderin Rücksicht aufs Vergangene, daß uns GOttunsere Sünden um JEsu Christi seines Soh-nes willen vergeben wolle. Dieses muß jooft geschehen, als man sich vergangen hat,und als man von GOtt oder durch Menschendarüber erinnert, oder inwendig in seinemGewissen bestraft wird (S. 2 Sam. 12, 1.7» Kap. 24, iO.): ja oft muß man auchwegen seiner verborgenen Fehler Abbitte thun.
Ps. 19, tZ.
u 4 Fr. 4.