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Unparteiischer Abriß christlicher Grundwahrheiten von dem sel. Ger. Tersteegen hinterlaßen, nun aber um des vortrefflichen und wichtigen Inhalts willen von Freunden des Verf. dem Druck übergeben
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Von der Wiedergeburt, und derselben zc. gor

12. Fr. Benenne mir auch einige geistliche Din-ge , in welche sich die Selbstheit am leichtestenmischet / und worin sie m so weil verlaugnetwerden muß.

A. Erkenntniß, Erfahrung und Wissen-schaft in geistlichen Dingen; Gaben zum Re-den, Bethen und andern guten Pflichten undVerrichtungen; ja selbst Frömmigkeit undTugenden und andere dergleichen geistlicheundwünfchenswerthe Dinge; in welchen allendie Eigenliebe sich mächtig brüsten und äußernkann, wo nicht darüber gewachet und diesel-be alsbald verläugnet wird.

iz. Fr. Nenne mir auch einige göttliche Dinge/in welche sich die listige Eigenliebe leicht ein-menget , und in so wett verlaugnet werdenmuß.

A. Göttliche Erleuchtung, Glauben, Ei-ser, Freudigkeit, Trost, Geschmack, Friede,Versicherung, und alle andere Gnadengaben,welche GOtt einer Seele mittheilet; deren al-ler sich die Eigenliebe so gar leicht anmaßet,

sich

wöhnlicher, als daß sich solche Menschen mit ihremgurrn Zerzen segnen, weil ste verträglich, friedlie-bend und wrhlthätig lind, Sie haben Ursache, GOitunabläßig um Licht zu bitten, damit sie Vtarur undGnade in sich unterscheiden, und gründlich crken-nen lernen, ob ihre Gurmüchigkeit ihr eignes Wohl-behagen oder die Ehre GOttes zum Zweck habe.Im ersten Falle ist sie eine Geburt der Natur, imlehren aber eine Pflanze des himmlischen Varers.Aber auch an dieser dacs sich die Eigenliede nichts«iimaßen. A. d. R.