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Unparteiischer Abriß christlicher Grundwahrheiten von dem sel. Ger. Tersteegen hinterlaßen, nun aber um des vortrefflichen und wichtigen Inhalts willen von Freunden des Verf. dem Druck übergeben
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286 Neuntes Kapitel.

seye, dem gesetzlichen Zustande, und denWerken des Gesetzes.

Z. Fr. Was ist aber eigentlich glauben?

A. Solches ist oben (Kap. 8. Fr. 17.)schon einiger Maßen gesagt worden; zu meh-rerer Deutlichkeit merke dir folgendes: Glau-ben ist:wenn eine bußfertige Seele, nach- dem sie auf besagte Weise in sich selbst müh- selig und beladen gemacht ist, alsdann ih?ren ganzen Willen, ihren innigsten Seelen- Hunger und Begierde in den Heiland JEsum,mit völliger Aufrichtigkeit einkehret, ihmeinergibt und an Ihn aufopfert; wodurchsie denn (nicht bloß in Gedanken und inder Einbildung, sondern) in der N? br-hcir aus allen Kreaturen und sich selbstaus- und in JEsum ein- und übergehet,und sich Ihm also zum ewigen Eigenthumergibt, anvertrauet und überlaßt; umdurch seine erworbene Gnade erhalten,und durch seinen erworbenen Geist gelei-rec und fleheMger zu werden, glau-bcnd, daß Er mächtig, weise und willigsey, solches zu thun:" Ist es einer Seelealso, dann glaubet sie in V hrden.

4. Fr. Warum seyest du hinzu, daß dieselbe dannin Wahrheit glaube?

A. 1) Weil einige den Glauben setzen ineine empfindliche Gewißheit ihres AntheilsanJEsu, oder Versicherung der Seligkeit*). 2)

Siehe hievon unten Fr. rz. in diesem Kapitel.