Von dem Glauben, dessen Wirkungen w, 285
teskraft in dein Grunde der Seele, so, daßauf dessen Anblick alle Feinde — Welt, Sün-de, Teufel, Furcht, Zweifel und Verdam-mung flüchtig werden und verschwinden. Errichtet nun seine lpobnung und Tbronstyin der Seele auf; Er befreiet sie, durch dasGesetz seines lebendig machenden Geistes,vom Gesetze der Sünde und des Todes (Rom.Z,2.), indem er, durch eben diesen seinenGeist, derselben Licht, Liebe, Lust und Kraftmittheilet: ja, Er selbst in der Seele, wirdihre Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung undErlösung (l Korinth. 1, ZO.). Und so wirdauch in ihr Christus das Ende des Gesetz-»(Rom. 10, 4.), unter welchem die Seeleverwahret und verschlossen wurde auf denGlauben, der sodann in der Seele offenba-ret wird. Galat. z, 2z. 25.
2. Fr. Wie sagst du aber, daß alsdann erst derGlaube offenbar werde? Hat denn nicht eine buß -fertige Seele bald Anfangs schon den Glauben 5
A. Zwar ja; derselbe mag aber vornehm-lich ein Glaube an G(!)rr, den Vater, ge-nannt werden (Ebr. 6, 1.), dieser aber einGlaube an und in Christum (Gal. 2,16.Röm. Z, 22.): jener ist noch mit viel Furcht,Zweifel, Unruhe u. dgl. verpaaret; Siejeraber bringt ein kindliches Zutrauen, Festig-keit, Ruhe und Frieden in der Seele hervor.Und 2) wird dieser auch mit Nachdruck G lan-de genannt, als gegenüber stehend dem Ge-setze,