V- d. Haushalt, GOttes unterm Gesetz. 157
,rr. Fr. Kannst du mir in aller Mrze eewus vondem geistlichen Sinne der zehn Gebote an-zeigen
A. GOtt will von uns im ersten Gebot:daß wir nichts lieben sollen als ihn allem,und um seinetwillen; im zweiten: daß wirja nicht meynen sollen, GOtt sey den Eftnsbildungm und Gedanken gleich, die sichunsre blinde Vernunft und menschliches Ur-theil von ihm machet Im öntren: daß wirseinen Namen nicht sollen mißbrauchen,indem wir uns sein Volk und Kinder nennen,und doch deren Eigenschaften nicht in der Thatbesitzen und ausdrücken; wie auch daß wiruns hüten sollen, unsern Eigenwillen, unsereböse Affecten, fleischliche Absichten und Wege,u. dgl. mit dem Vorwande des heiligen Na-mens Gottes falschlich zu bedecken. Im vier-ten Gebote will er: daß wir von aller Ar-beit — das ist, von allem Reden, Thun undDenken, so nach unserm Eigenwillen geschie-het, sollen ruhen, und GOtt in uns wirkenlaßen; im fünften: daß wir GOttes Geistund Wort, zu unserer LVieSerstevmr gehor-chen sollen. Joh. z, 5. 6, 8. m 1 Petri1, 2F. — Im sechsten Gebote: daß wirweder in uns, noch in andern GOttes Eben-bild, durch Sünde, böses Erempel, Ver-spottung
E6 ist „»nag voraus zu erinnern, daß die Gebotetmr nach der Euuheiiung der Reforminen Kircheangeführt werden. A, d, R.