i?6 Dreizehntes Kapitel.
und so voll sündlicher, unmenschlicher undsatanischer Lüste und Begierden waren, daßsie der Abgötterei, Dieberei, des Ehebruchs,Todschlagsund anderer Laster fähig, standen;und daneben so hartes Herzens und so ver-streuet auf das Sichtbare waren, daß sie dieRegungen und Ueberzeugungen des GeistesGOttes in ihren Seelen nicht merkten: —so gab GOtt, nach seiner großen Weisheitund Güte, ihnen das Gesetz der Sitten,oder die zehn Gebote, um dadurch die bösenNeigungen der Menschen einzuzäumen odergleichsam zu zügeln, daß sie nicht zum Aus-bruch kommen, und sie sich dadurch nicht jelanger je mehr von GOtt entfernen möchten;sondern daß sie, im Gegentheil 2), täglichmöchten fähiger werden, (Matth. iz, !?.)die Wirkungen GOttes in sich zu bemerken;und daß in wahrer Bekehrung zudem rn,die D' cke des äußern Buchstabens, möchtevon ihren Augen u?exMnommen (2 Cor. z,16.) und ihre Augen czeöfsner rverden (Pf.119,8-) einzusehen, daß das Gesetz ge.ftlichsey. (Rom. 7, 14.)
10. Fr. Was ist das gesagt, daß das Gesetz geist-lich styl
A. Daß es mit feinen Ceremonien undGeboten, auch sonderlich und meistens aufeinen geheimen und geistlichen Sinn undVerstand deutet.
11. Fr.