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Unparteiischer Abriß christlicher Grundwahrheiten von dem sel. Ger. Tersteegen hinterlaßen, nun aber um des vortrefflichen und wichtigen Inhalts willen von Freunden des Verf. dem Druck übergeben
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Achtes Kapitel.

roch, schmückte, fühlte, und was er gedach-te; und alles führte ihn auch wieder zu GOtt >und in GOtt. In diesem Ungrunde derGottheit, in seiner Gegenwart, Liebe undGemeinschaft, in seinen Vollkommenheitenund Wundern, badete er sich gleichsam vonAugenblick zu Augenblick. Er wußte vonkeiner Furcht, Mühe, Verdruß, Traurig-keit, Schmerzen, Krankheit, Tod, Sünde,noch einigem Ungemach Leibes oder der Seele;sondern GOtt wird ihn im Gegentheil mitunzahligen leiblichen und geistlichen Lieblich-keiten, Gaben, Erguickungen, Süßigkeiten,Freude, Licht, Liebe und Frieden, ja mit sichselber beseliget haben. GOtt ging gemein-sam mit den ersten Menschen um, und sieauch wieder mit ihm. Diesen unbeflecktenSpiegel beschaueten sie, und er erleuchtetesie; GOtt liebte sie, und sie klebten auchihm mit allen Liebeskraften an; sie warenruhig und höchst vergnügt in ihm, und er,GOtt, ruhete, wohnte, und hatte seine Lustin ihnen u. s. w. *)

19. Fr-

*) Betrachte, 0 Mensch! dagegen deinen ieyigenZustand, deine Entfremdung von GOtt und allemseligen Genuß seiner Gemeinschaft: sollte dich derAnblick deines tiefen Elendes und Verderbens nichtrühren, und dein Herz zum unabläßigcn Schreienum Erlösung ansetzen?! Doch du mußt erst umAugensalde bitten, sonst kann dich weder die höchsteSchönheit reizen, noch das scheuSlichste Verderbenerschrecken; wie auch in der folgenden iy> Fr. näherbeschrieben wird. A. d. R.