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Achtes Kapitel.
roch, schmückte, fühlte, und was er gedach-te; und alles führte ihn auch wieder zu GOtt >und in GOtt. In diesem Ungrunde derGottheit, in seiner Gegenwart, Liebe undGemeinschaft, in seinen Vollkommenheitenund Wundern, badete er sich gleichsam vonAugenblick zu Augenblick. Er wußte vonkeiner Furcht, Mühe, Verdruß, Traurig-keit, Schmerzen, Krankheit, Tod, Sünde,noch einigem Ungemach Leibes oder der Seele;sondern GOtt wird ihn im Gegentheil mitunzahligen leiblichen und geistlichen Lieblich-keiten, Gaben, Erguickungen, Süßigkeiten,Freude, Licht, Liebe und Frieden, ja mit sichselber beseliget haben. GOtt ging gemein-sam mit den ersten Menschen um, und sieauch wieder mit ihm. Diesen unbeflecktenSpiegel beschaueten sie, und er erleuchtetesie; GOtt liebte sie, und sie klebten auchihm mit allen Liebeskraften an; sie warenruhig und höchst vergnügt in ihm, und er,GOtt, ruhete, wohnte, und hatte seine Lustin ihnen u. s. w. *)
19. Fr-
*) Betrachte, 0 Mensch! dagegen deinen ieyigenZustand, deine Entfremdung von GOtt und allemseligen Genuß seiner Gemeinschaft: sollte dich derAnblick deines tiefen Elendes und Verderbens nichtrühren, und dein Herz zum unabläßigcn Schreienum Erlösung ansetzen?! — Doch du mußt erst umAugensalde bitten, sonst kann dich weder die höchsteSchönheit reizen, noch das scheuSlichste Verderbenerschrecken; wie auch in der folgenden iy> Fr. näherbeschrieben wird. A. d. R.