Von dem Menschen vor dcm Fasse, i«?
16. Fr. Zu welchem Ende mag GOtt den Men-schen wohl an diesen schönen, luftigen Ort ge-setzt haben?
A. Vornehmlich auch mit darum, daß erhier desto mehr Anlaß haben möchte, GOttin allen diesen Schönheiten zu beschauen,und auch dadurch zum unverrückten Gehorsam,Liebe, Lob und Dienst GOttes möchte ange-setzet werden.
17. Fr. Hat der Mensch denn auch wirklich GOttin den Schönheiten des Paradieses also beschauetund verherrlichet?
A. So lange er GOtt gehorsam war, wirder ohne Zweisel seine Augen, so zu reden,nicht haben aufgeschlagen, ohne gleichsamzerflossen und entzücket worden zu seyn inVerwunderung, Anbethung und Liebe ihresUrhebers; dessen Weisheit, Güte und All-macht er ganz klarlich in allen diesen Ge-schöpfen bemerkte.
18. Fr. So wird ihm denn auch damals GOtt nichtso fremd gewesen seyn, als er jetzt dem Men-schen ist, da die mehresten als ohne GOtt inder Welt leben?
A. Durchaus nicht; im Gegentheil warsein einziges Werk, ohne Unterlaß GOttundseine unendliche Vollkommenheiten zu be-schauen, bald in ihm selber, bald in den Ge-schöpfen: er lobte, bewunderte, pries undverherrlichte seinen GOtt; es war allesGOtt und von GOtt, was er sah, hörte,
roch-