Druckschrift 
Unparteiischer Abriß christlicher Grundwahrheiten von dem sel. Ger. Tersteegen hinterlaßen, nun aber um des vortrefflichen und wichtigen Inhalts willen von Freunden des Verf. dem Druck übergeben
Seite
56
Einzelbild herunterladen
 

56

Drittes Kapitel.

Freude, und diese wiederum je eine von derandern, und doch alle drei nicht mehr alseine einzige Seele ausmachen: also auch derVater, das Wort (^-s), und der Heilige Geistzwar auf eine uns unbegreifliche Art unter-schieden, diese drei aber dennoch auf diegenaueste und unzertrennlichste Weise Einssind, i Joh. 5, 7. *)

ig-Fr. Muß man denn diesen drei göttlichen Zeu-gen oder Personen gleiche Liebe, Furcht undAnbethung erweisen?

A. Ja, und das von ganzem Herzen: weilsie ein und derselbe heilige, herrliche, voll-

' kom-

Hier führt der sel. Versasser aus einem gottseligenfranzösischen Autore folgende Verse an:

Xlülspütäon, Irinitc! ge ne fziz czu'übufer,Vc ton I^ltcre fsint li g'en o(e rien äire,

II furpzste tl kort cc gu'on en peut ccrire,ä'cn avoir ccrit, il Ic fsut cxauler.

Il faul clonc gu'llonarünr cl'un lilence >l>fcret,Ce gue )e n'entenäz pa», )e m'sttscke s le crolra zLn sttenäznr gu'un ^our ls lumicre äe ßloire,dllr fssse, en rc vo^ant, voir en toi ce fecrcr.

Dieses kann man auf Deutsch also geben:

Verzeihung, o Heilige Dreieinheit! Zch miß-brauche nur dein heiliges Geheimniß, so bald ichnnch unterstehe, etwas davon in Worte zu fassen. Esübersteigt alles, was man davon schreiben kann, soweit, daß nachdem es geschrieben ist, es (wegender Gebrechlichkeit menschlicher Ausdrücke) Verzei-hung nöthig hat. Ich muß also mit einem vor-sichtigen (tiefen) Stillschweigen verehren, was ichnicht verstehe, und nur dahin trachten, es zu glau-ben; bis ich dereinst dich selber sehen, und indem kichte der Herrlichkeit dieß Geheimniß inDir verstehen und erkennen möge."