Von dem Geheimniß der H. Dreieinbeil. ??
kommene, liebens- lobens-und anbethungö-würdige GOTT sind.
iy. Fr. Was muß man aber in Ansehung diesesGeheimnisses in Acht nehmen?
A. i.) Daß man es allzeit ansehe als einunerforschliches, unbegreifliches, unaussprech-liches, doch wahrhaftes Geheimniß, welchesman mehr glauben und anbethen als erfor-schen muß. Und daß man darum 2) nie-mals von demselben rede oder daran gedenke,als mit großer Behutsamkeit, Ehrerbietung,Salbung und liebe, weil dieses. Geheimnißsolches insonderheit erfodert.
20. Fr. Was lehret dich endlich noch mehr dieBetrachtung dieses Geheimnisses?
A. Meine Vernunft gefangen zu nehmenund zu verläugnen, und dahin zu trachten,um durch GOttes Gnade und Kraft, meineverfinsterte, unruhige Seelenkrafte, vonallen ihren falschen Bildern und Vorwürfenauszuleeren, meine Begierden davon gänzlichabzuziehen und in GOtt einzuführen, undihn um die Erleuchtung meines verfinstertenVerstandes zu bitten. Damit mich alsoChristus erleuchten möge, Chef. 5, 14.2 Corinth. 4,6. ihn, den Wahrhaftigen,hier im Glauben zu kennen und ihm zu gefal-len, 1 Joh. 5, 2O. und ihn dort von Angesichtzu Angesicht zu sehen wie er ist, 1 Joh. g,2; und in seiner Erkenntniß, zeitlich undewig beruhiget und beseliget zu werden.
D 5 Loh.