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zugeschrieben hat. Wen» eine Naturlehre statt der Fülle des Weltraums, uns di«Himmelskörper schwebend, im leeren Weltgebäude zeigt, von Kräften getragen odergezogen, die keine Kräfte sondern nur Gedanken sind, so hört alles Weiterforschen auf,und man kann sich nur dem blinden Glauben an unbegreiflichen Dingen hingehen.
Die Zeiten sind vorüber, denkt man, wo man die Wahrheit systematisch zu un-terdrücken suchte, wo die Lehrer der wissenschaftlichen Fakultäten eine Zunft bildeten,die ihre Unfähigkeit hinter Titeln und Diplomen verschanzte und, gleich den Priesterndes Orakels, über die Geheimnisse der Natur, die sie nicht kannten, aussprechen undaufs Wort geglaubt werden wollte: die Gelehrten der Schule handeln aber auchheute noch wie eine Kaste, die ihr Heiligthum den Profanen zu verschließen sucht, umihr unfruchtbares Wissen für das Höchste der menschlichen Kenntnisse auszugeben; undsie möchten aus Bequemlichkeit das bestehende System als unwandelbar abschließen.Aus Besorgniß ihre Studien pflichtgemäß gleichen Schrittes mit der Zeit fortsetzen zu müs-sen, stehen sie immer bereit, statt mit Wohlwollen zu prüfen, gegen jede neue Wahrheit,die an ihr System rüttelt, feindlich aufzutreten. Daher denn wird auch jetzt, imly.Jahrhundert, die Anerkennung einer neuen Wahrheit oder einer nützlichen Entdeckungspäteren Zeiten vorbehalten bleiben; gleichwie wir aus der Geschichte wissen, daß jederFortschritt von den Zeitgenossen verkannt und aufgehalten worden ist. Die einfacheBewegung der Erde um ihre Achse und in ihrer Bahn wurde widersprochen, verwor-fen, geläugnet und es fehlte wenig oder sie brachte einen Forscher der Wahrheit aufden Scheiterhaufen. Hahnemann, der doch jedenfalls der Forschung ein neues Feldzum Heil der Menschheit eröffnet hat, wurde, wie die Nachwelt es beschreiben wird,in diesen Zeiten wie ein Missethäter verfolgt und verbannt, und die alte Schule würdenoch bis auf di- heutige Stunde jede Berbesscrung in Verbannung halten, hätte nichtdie allgemeine Bildung sich der Homöopathie angenommen um ihr wenigstens eineruhige Prüfung zu verschaffen. -
Die in den hier folgenden Abschnitten kurz dargestellten Erörterungen der wichtig-sten Fragen der Naturwissenschast, werden dem wißbegierigen Freunde der Wahrheitunwillkührlch zum Gegenstand seiner Forschung und steten Nachdenkens. Wie vielmehr müßten die Männer des Faches sich solche zu Herzen nehmen und sie einerreiflichen Prüfung unterwerfen. Aber eben die wenigsten der wissenschaftlich gebildetenMänner, die diesen Abhandlungen große Aufmerksamkeit geschenkt haben, gehören zudenjenigen, deren Profession diese Wissenschaften sind, und eben diese thun alles umdiese Schriften, die ihnen zugestellt worden sind — da sie sich nicht im Stande suhlensie zu wiederlegen oder schriftlich dagegen aufzutreten — durch mündliche Aeusserun-gen in Vergessenheit zu bringen, und beschranken ihre Kritik auf den Kreis ihrer Zu-hörer, wo sie leichten Kaufs Recht haben. Es ist der Beschränkheit eigen, der Prü-fung feind zu sein. Die Unwissenheit hängt fest an dem Irrthum, den sie einstudirt hat,sei er noch so ungereimt. Daher werden denn immer diejenigen, welche blind auf dieWorten des Meisters zu schwören gewohnt sind, sich zuerst gegen jede neue Lehre er-klären, ohne sie mit guten Gründen zu bekämpfen.
Ein gewöhnliches Mittel sich der Prüfung und Mittwirkung zur Erweiterung desWissens zu entziehen ist, jeden Neuerer vorerst als unwissend und ohne Sachkenntnisseredend vorzugeben. Dieses ist eigentlich nicht anders, als sich selbst für allwissend m-dgelehrt ausrufen, und gilt dieser Glaube nur, so ist das Widerlegen und Rechthabenein Leichtes. Man möchte wohl endlich die Gründe welche Osmar bewogen, die Bi-bliothek in Alerandrien zu verbrenmun, auf neue Entdeckungen anwedcn: entwederlehre» uns diese nichts mehr, als die Systeme womit wir aufgewachsen sind, unddann sind sie unnütz, oder sie gehen weiter, und dann wollen wir sie als Unsinn ver-werfen, da wir unsere Ruhe mehr lieben als das Forschreiten.