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Gemeinnützige Andeutungen im Gebiete der Gewerbthätigkeit und der Wissenschaften
Entstehung
Seite
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hinreichend um einen Sammelpunkt zu bilden, von dem, wenn auch nicht alles sichum ihn vereinigt, doch Niemand gänzlich wird absehen wollen Wenn es dennoch un-möglich, und keineswegs erforderlich bleibt, daß alle periodischen Schriften in eine zu-sammen fließen, so wird doch gewiß ein Blatt, dessen Verleger keine Talente zurRedaktion anwirbt und bloß seinen Privatgewinn bezweckt, mit einer öffentlichen undgemeinschaftlichen Anstalt, wo jedes Talent Aufmunterung und Belohnung erhält,nicht konkurriren können.

Aber wird weiter gefragt, sollen denn so viele Journale zu Grunde gehen? diesgewiß auch nicht. Der Verein wird keinem Verleger nachtheilig sein, der sich an dem-selben dadurch anschließt, daß er ein das Talent hinlänglich lohnendes, und dem Pub-likum die Fähigkeit der Verfasser garantirendes Honorar unparteiisch feststellt- DieUnternehmer bezwecken blos dem Publikum und den Wissenschaften unnütze Kostenz.B. von Yll Zeitschriften auf loc» zu ersparen, diese große Ersparnis auf das Honorarzu werfen, dadurch alle Talente zu ermuntern, der Bildung zu dienen, und demVerein dennoch einen bedeutenden Gewinn zu verschaffen.

Außer dem Interesse der Wissenschaften muß auch das pekuniäre Interesse derLeser auf die Wagschale gelegt werden- Bei der in unserer Zeit in allen Gegenstän-den nachgesuchten Oekonomie, bezahlt das Publikum nicht gern die große Zahl der Zei-tungs-Berleger, und wünscht eher blos die Verfasser zu belohnen zu haben, deren an-ständigere Belohnung denn auch wieder zu seinem Vortheile gereicht.

Bei den kleinen literarischen und wissenschaftlichen Arbeiten, welche bloß durchZeitschriften zur Publicität gelangen können, tritt das fabrikmäßige Verhältniß zwischenVerleger und Verfasser noch schroffer ein. Der Literat geht oft von Thür zu Thür,um einen geringen Lohn für seine Arbeit zu erhalten; und da diese Einkäufe vonSeiten des Verlegers nach Maß oder Gewicht gemacht werden, so folgt daraus, daßentweder gute Arbeit nicht hinlänglich honorirt, oder schlechte für das Publikum, wel-ches sie abnehmen soll, zu theuer eingekauft wird- Das Entstehen und bald wiederEingehen der periodischen Blätter geschieht gewöhnlich auf folgendem Wege.

Um eine neue Zeitschrift zu empfehlen, wählt der Verleger aus seinem eigenen,oder aus dem Vorrath eines Andern, die besten Artikel aus. Gelingt es ihm, Abon-nenten zu erhalten, so betrachtet er die Einnahme als eissen Gewinn, den er so wenigwie möglich schmälern darf, und sucht die Beiträge wohlfeiler und wohlfeiler einzu-kaufen- Die guten Mitarbeiter bleiben zurück und das Publikum hört auch auf ser-ner das Abonnement zu zahlen. Dies ist der Anfang und das Ende der meisten Zeit-schriften. Sie dienen weder den Wissenschaften, noch dem Publikum, und nutzen demVerleger selbst auch nichts, weil er schlecht kalkulirt hat, oder grade aus gesagt, dennicht reellen Handel treiben wollte, wohlfeil und folglich schlecht einzukaufen undtheuer zu verkaufen. Ein solches Geschäft kann auch bei andern Gewerben nichtfortbestehen. Warum soll ein Zeitungsverleger, der bloß Handlanger zwischen demVerfasser und dem Publikum ist, für diese kein Talent erfordernde Bemühunggroßen Gewinn haben? Hier kommen wir denn aus das einfache und wahre Mittel,eine periodische Schrift auf einer reellen Basis zu gründen. Der Herausgeber mußsich nämlich bloß als Kmomissionair zwischen dem Publikum und den Autoren betrach-ten, und diesen beinahe die ganze Einnahme zukommen zu lassen. Bei diesem Grund,satze ist das Publikum nicht betrogen. Es enthält das, was es zahlt, und seine Aus-lage gedeihet der Literatur und den Wissenschaften. Die Zeitschrift, die zuerst solcheGrundsätze aufgestellt hat, verdient wohl, das Licht genannt zu werden. Die Her-ausgabe derselben wurde durch die Versiegelung der Geschäftsstuben, und Verhaftung desRedacteurs unterbrochen; wenn so das Licht zwar augenblicklich durch einen giftigen Haucherlöscht, so fehlt cs ihm doch nicht an Brennmaterial um ferner tvsedcc zu leuchten.