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Gemeinnützige Andeutungen im Gebiete der Gewerbthätigkeit und der Wissenschaften
Entstehung
Seite
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London viel Ähnlichkeit haben sollte; in Deutschland aber übersehen wurde, währenddie englische Gesellschaft uns jetzt durch ihren ungeheueren Pfennings-Verlag in Erstau-nen setzt) muß daher auf die beiden Zweige gerichtet sein» um den Mißbräuchen so-wohl im Buchhandel als im Verlage von Zeitschriften zu begegnen. Der Zweck desVereins ist demnach nicht, ein Monopol der literarischen Geschäfte an sich zu reißen,sondern bloß eine Norm aufzustellen, wie das reciproke Verhältniß der Autorenund Literaten einerseits, und der Verleger und Buchhändler auf der andern Seiteaufs Befriedigendste und Würdigste zu reguliren sein möchte.

Es fehlt besonders der Deutschen Literatur ein solcher Sammelpunkt, wie dieLage der Hauptstädte Frankreichs und Englands solchen im Centrum alles Betriebsund Handels in diesen Ländern natürlich darbietet. Die Bildung eines Vereins zumBetriebe litcrarischcr Geschäfte in einer zum Vereinigungspunkt geeigneten Stadt mußdaher um so zweckmäßiger und nothwendiger erscheinen.

Der Schlüssel des Instituts ist: den guten Schriftstellern, großes Ho-norar. Was kann es in der That den Wissenschaften, und zum Vergnügen oderzur Belehrung des Publikums nützen, daß ein kleiner Krämer, der statt Ein- undVerkauf von Materialwaaren, auf gleiche Weise Handel mit Bächern und Schriftentreibt, und die Schriftsteller, wie der Fabrikant seine Arbeiter betrachtet, und sie sogering wie nur möglich belohnt, um für sich so viel als er nur kann zu gewinnen?Dieser Handel ist ja ohne die Schriftsteller nichts, wie können diese sich denn, eben sowie Tagelöhner, von einem Hause zum anderen um Arbeit, oder Belohnung der ver-fertigten Arbeit hinweisen lassen, ohne irgend eine ihrer Mühe und ihrer Wissenschaftentsprechende Belohnung zu erhalten, und mit der --schlechten Zeit-- oder --kann keinenGebranch davon machen-- abgefertigt zu werden. Setzt das Publikum nicht mit NecktMißtrauen in solche Fabrikanten, die, um viel zu gewinnen, für geringen Lohn auchnur un vissende Arbeiter nehmen? So ist denn das gut honoriren, und die größte»Fähigkeiten und Talente zu vereinigen, die Hauptsache. Daß solche Einrichtungenden Gelehrten ganz besondere Wortheile gewähren müssen, läßt sich auch aus dem Um-stände erklären, daß bei solcher Central-Beförderung der Geistcs-Produkte sehr bedeu-tende und unnütze Auslagen an Materialien erspart werden. Es kostet z. B. DruckPapier, Spedition u. s. w. von 100 kleinen Journalen jährlich 60,000 Thlr., und esbleibt wenig oder gar nichts für Honorar der Verfasser übrig, ja selbst schließt man-cher, bei seiner Fäh-gke.t und besten Willen zum allgemeinen Nutzen zu wirken nochsein eigenes Vermögen an Druckkosten hinzu, weil ihm bei seinem guten Willen undhinlänglicher Zähigkeit, dennoch die Mittel fehlen seine Zeitschrift überall zu verbreitenund mit den nöthigen Hülssquellen von Correspondenten, Journalen u. s. w. zu unter-stützen. Hätten nun diese 100 Unternehmer und Verfasser, statt einzeln zu arbeiten,sich zu einem gemeinschaftlichen Werke vereinigt, so ist es sichtbar, daß diese sonst zer-streuten, gesunden Ideen, eine vollständigere Arbeit und eine allgemeinere Theilnahmehervorgebracht hätten, und eine Ersparniß von wenigstens «0,000 Thlrn. an Druck undPapier, ihnen Gewinn und Belohnung, und auch noch hinlängliche Mittel zur Auf-munterung einer zunehmenden Theilnahme darbieten würden. Die Druck- und Ver-waltungskosten, die nur die geringste Auslage sein sollten, absorbiren mehr als da«Honorar, oder absorbiren alles, und es bleibt für Honorar ggr nichts. Daher na-türlich Vernachläßigung, Mittelmäßigkeit und beständiges Entstehen und Untergeben derZeitschriften. Von der andern Seite aber, wie soll der Leser sich auf Hunderte vonBlättern abonniren, und sie durchsuchen, geschweige lesen können?

Wie sollen aber, wird man fragen, so viele Verfasser und Verleger vereinigtwerden können? Das ist jedoch keineswegs nothwendig, eine bloße Verminderungoder die Vereinigung thätiger Männer die nur einen und denselben Zweck haben, ist