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und große Geschäfte gemacht werden oder nicht, ob die Industrie eines Landes auf-blüht oder versiegt. Es liegt mithin alles daran, einen festen Kredit zu begründenund so viele Kapitalien wie möglich beweglich zu machen und in Umlauf zu setzen.
Schon seit vielen Iahren sind die Forscher der Staatswirthschaft bemüht gewe-sen, die geeigneten Mittel zur Mobilisirung des Vermögens aufzusuchen. Büschbetrachtete schon die hypothekarischen Schuldverschreibungen „als die fähigsten Zeichenund Repräsentanten des Werths, die der Cirkulation zu Hülfe kommen könnten,wenn sie nur nicht gewöhnlich auf größere Summen sich beliefen, unt heilbar,und ihre Uebertrag ung mit Weitläufigkeiten verknüpft wäre." Aberwas hinderte denn sie auch auf kleine Summen zu stellen, sie bis auf einzelneThaler zu theilen, und ihre Ucbertragung durch Ausstellung ohne Namen, auporteur, eben so einfach als die von Gold und Silber zu machen?
So wird oft weitläufig das einfache Mittel gesucht, das uns so nahe liegt,weil man nicht daran denkt, bestehende Irrthümer anzutasten.
Wenn auf diese Weise eine Papiermünze hypothekarisch gesichert ist, so hat sie ebenso gut wie baare Münze einen Werth: sie ist nämlich das auf derselben genannteTheilchen des Grundeigenthums, und gewährt dem Lande den Vortheil, daß kein Kapi-tal unverzinst liegt, weil die der Münze zum Grunde liegenden Güter Zinsen tragen.
Es wird allgemein angenommen, daß das Geld nur Zeichen des Reichthums undder Genußgüter ist; selbst gewahrt es keine Nahrung, keine Werkzeuge, Maschinen,Saat. Es dient nur zum Austausch der Bedürfnisse, und der innere Werth derMünze ist bei diesem Austausch ein todtes Kapital. Wenn nun ein Land diesen inne-ren Werth entbehrlich machen und zu anderm Gebrauche verwenden kann, so hat essich um dessen ganzen Betrag wirklich bereichert. Es seyen zwei Länder, die jährlichmit einander z. B. den Werth von 20 Millionen in Frucht und Wolle gegen Weinund Seide austauschen. Ersteres ersetzt SO Millionen Baarschaft durch Papiermünze,so werden diese So Millionen baare Münze bald verschwunden seyn; sie werden abernicht müßig in verschlossenen Kasten liegen, sie sind folglich nach Außen hin verschwun-den, jedoch nicht ohne Gegenwerth: das Land hat folglich mehr Güter von andernLändern dafür erhalten, von dem einen eine größere Quantität Wein und Seide, vonandern Specereicn, Werkzeuge u. s. w., es hat folglich seine Genußmittel um SoMillionen vermehrt, oder sich wirklich um diese Summe bereichert. Jene 5o Millio-nen waren bei der innern Cirkulation ein todtes Kapital. Die nun dagegen erhalte-nen Güter zu SO Millionen werden benutzt und verarbeitet, tragen Zinsen und Ge-winn, nnd gewahren wirklich eine Vermehrung des Wohlstandes um So Millionen,die als Betriebskapital vielleicht lo Prozent aufbringen.
Man ist so gewohnt Papiergeld ohne Zinsen gegen Baar einzutauschen, daß kaumdaran gedacht wird, daß der Staat oder eine Privatbank dagegen im Besitz des kost-baren Metalls sind; und daß, wenn sie dieses zu ihrem Nutzen verwenden, sie demje-nigen, der dagegen das Papiergeld in Händen hat, rechtmäßig die Zinsen schuldig sind.Cs scheint zwar seine Schwierigkeit zu haben, dem unbekannten schnell wechselnden,Inhaber des Papiergeldes seine Zinsen zukommen zu lassen. Wenn es aber ein leich-tes Mittel gäbe Papiergeld z. B. mit a Procent zu verzinsen, und jedem der es inHänden hat, er möge sich befinden wo er wolle, seine Zinse» zukommen zu lassen, sowürde solches Papiergeld gewiß vor allen andern den Vorzug erhalten. Es würdesogar dem baaren Gelde vorgezogen werden, da dieses während man es in Händenhat sich nicht verzinset.
Ein Mittel sämmtliche» Besitzern von Papiergeld die Zinsen zukommen zu lassen,ist solche öffentlich zu verloosen.