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überall versucht wird. Einzelnen Instituten, welche auf die Bedürfnisse der neuernZeit basirt wurden und jetzt ihre wohlthäthige Wirkung bewahrt haben, blieben bisjetzt unbeachtet. Die Aufmerksamkeit der Regierungen ist durch die Stände in mchrernLandern auf diesen Gegenstand hingelenkt worden, und es sind Kreditvereine unterverschiedenen Gestalten entstanden. Die ersten Versicherungsanstalten find in vie
. len Ländern von dem Staate begründet, spater aber durch Privatunternehmungen
besser eingerichtet worden. So werden auch die Hypothekenbanken nach den amtlichenVersuchen erst in Händen der Privaispekulation ihre vollkommenste Einrichtung erreichen
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Die meisten Grundeigenthümer find in dem Fall, auf ein Vermögen, welches zuihrem Unterhalte unzulänglich ist, und eben weil es unzulänglich ist, ein Kapitalaufzunehmen, um damit ein Gewerbe zu betreiben. Folgen wir nun dem gewöhnlichenGange solcher Verpfändung nach, so stoßen wir bald auf die großen Gebrechen derbestehenden Gesetze.
Es sey ein Familienvater dessen Vermögen in einem Hause, mit Moo Thalerbelastet, besteht. Für alle Bedürfnisse, außer einer freien Wohnung, muß er ein Ge-schäft unternehmen, und zwar eins, welches ein Betriebskapital von llaao Thaler er-- "r fordert, mit 2000 Thaler nicht zu machen ist, mit 6000 Thaler aber vollständigerseyn würde. Sein Wunsch wäre daher, ohne seine Wohnung zu verkaufen, den Werthwenigstens den ganz sichern, unveränderlichen Werth darauf zu erhalten. Wie wirdihm dieß gelingen? Sobald der Kapitalist von 2000 Thaler erster Hypothek hört,darf er kaum noch 200<z Thaler auf die zweite Hypothek wagen; ein Dritter giebtauf Häuser nur die Hälfte des Werths u, s. w.ckr« Gäbe es ein Institut, welches gegen eine mäßige Versicherungsprämie den ganzen
llnverändlichen Werth auf Grundstücke darlieh, so könnte der Eigenthümer ohne Schwie-rigkeiten so viel Kapital aufnehmen, als sein Geschäft erfordert; jetzt aber wird esihm ganz besondere Bemühungen, wo nicht Aufopferungen kosten, um das erforder-liche Kapital von llooo Thlr. zu finden, und ganz außerordentliche Anstrengungen, umdie erwünschte Summe von booo Thabr zu erhalten. Ein Uebelstand ist den» 1)daß der Eigenthümer eines Grundstückes oft nur einen geringen.«:!!> Theil des Werthes darauf erhalten kann,
« « Ist es ihm durch besondere Mittel gelungen, das erwünschte Kapital zu erhalten,
-ArD so bleiben noch andere Schwierigkeiten und Gefahren bestehen,
,, Glaubt der Darleiher sich nicht mehr sicher, oder braucht er selbst sein Geld, oder
AÄil spekulirt er darauf, sich das ihm verschriebene Grundstück zuzueignen, oder legt sich ein,','sick dritter Bcneidcr dazwischen, so wird unerwartet das Kapital gekündigt und das Pfandin einer Zeit, wo sich keine Käufer finden, unter dem Werthe verkauft. Häufig siehtman, besonders in kleinern Oertern, wo wenig Konkurrenz Statt hat, das der Kapita-list Geld aus ein Haus gibt, bloß weil er sich gelegentlich in Besitz desselben setzen will,was ihm dann gewöhnlich bei einer Subhastation zu einem Spottpreise gelingt. Esmüßte, um diesem Uebel abzuhelfen, niemals eine Kündigung Statt haben. Ein zwei-ter Uebelstand ist denn, daß dem Schuldner ein aufgenommenes Kapital, vom Darleiher gekündigt werden kann.
,' Die Härte einer Kündigung, so lange der Schuldner noch das Kapital gebrauchen
und nicht ablegen kann, ist von jeher anerkannt worden, und es war, wie gegenwartignoch an vielen Orten, Grundsatz, daß, so lange der Schuldner die Zinsen richtig zahlt,das Kapital nicht gefordert werden kann Diese Verfügung ist gerecht; es muß aberanderseits der Darleiher, der sein Kapital selbst gebraucht, nicht gezwungen seyn, cSistehen zu lassen, denn dieß wäre ungerecht. Beiden Anforderungen zugleich zu genü-l' gen, ist die Aufgabe, und diese, obschon man nicht sogleich auf das nahe liegende Mit-
tel fällt, ist leicht zu lösen.
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