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Gemeinnützige Andeutungen im Gebiete der Gewerbthätigkeit und der Wissenschaften
Entstehung
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Bon London und Paris gehen über England und Frankreich alle großen Unternehmun.gen von Kanälen, Eisenbahnen, Erfindungen und Verbesserunzen aus. In Deuschland,wo weder die Natur noch die politischen Verhältnisse ein Centrum angewiesen haben,muß dieses durch Handels- und Gewerbs-Unternehmungen, und wahrscheinlich durch dieRichtung der Eisenbahnen, gebildet werden. Der Zerstückelung und Vereinzelung derKräfte muß durch ausgedehnte Association abgeholfen werden.

Gewerbe, welche nicht mehr als die Mittel und Kenntnisse einzelner Bürger inAnspruch nehmen, erfordern keine Association, Unternehmungen aber, die mehr Thätig-keit und größere Mittel erfordern, als Einzelne besitzen, machen schon das Bedürfnißder Vereinigung mehrerer Kräfte fühlbar: für Fabriken und große Handlungen wer-den Associationen gebildet. Dampfschiffsahrt, Kanäle und Eisenbahnen, werden vongrößeren Gesellschaften unternommen. Die Vortheile der Vereinigung werden mehrund mehr anerkannt; das Bedürfniß, sich zu associiren, spricht sich immer lauter aus,und es müssen hierin weitere Fortschritte gemacht werden.

Wenn es eine Wohlthat der gesellschaftlichen Unternehmungen ist, das Dampf-schiffe entfernte Länder trotz den Stürmen des Meeres vereinigen, daß Einzelne sichgegen die Gefahr des Feuers und des Todes schützen, und vom Verderben durch denVerlust eines Vaters, eines Gatten retten können, wovon man in Vorzeiten nichts ge-wußt hat, so muß eine größere Handels-Verbindung, (wir wir hier vorschlagen wollenund wie die Vermehrung der Kommunikationsmittel, die Annäherung der Völker stattdes Naticnalhasses, und das zunehmende Bedürfniß des Zusammenwirkens sie zulassen)manche nützliche Handels-und Gcwerbsuntcrnehmung in's Leben rufen, die sonst vonEinzelnen eben so wenig, wie Feuer-und Lebensversicherungen, unternommen oder nurgeahnt werden konnte.

-Was bedarf es aber, um von dem Gewerbe des einzelnen Handwerkers und Kauf-manns, die steigenden Associationen hindurch, bis zu einem ausgedehnten Bunde fürGewerbe und Handel hinauf zu steigen? Keiner außerordentlichen Erfindung, nureiner gewöhnlichen Maaßregel, wovon schon Beispiele vorhanden sind.

Die alten Völker wußten in Angelegenheiten des Vaterlandes nichts anderes, alsdas Volk in Masse zu versammeln ; und wenn diese Massen zu groß oder zu weit voneinander entfernt waren, hörte die Berathung des Volks mit der Freiheit aus; manwußte sich nicht zu verständigen, und die Folgen waren Krieg, Despotismus oder Zer-stückelung. Die Alten wüsten nichts von Volkswahlen und Volksvertretuug; sie wuß-ten nicht, daß einstens in der unvergänglichen amerikanischen Kontinental, RepublikTausende von Bürgern nur einen einzigen zum Forum senden würden, und daß jede70,000 Einwohner mittelst eines von ihnen auserwählten die Angelegenheiten des gro-ßen Staates könnten berathen und ihr Interesse vertreten lassen.

So wie die politische Verfassung der Alten durch Mangel an Volksvertretunggegen die heutige sich verhalt, so steht es auch noch mit den Gewerbs-Associationengegen das, was sie einstens seyn werden- Man weiß bei solchen Gesellschaften auchjetzt noch nichts, als sämmtliche Theilnehmer oder Actionäre zu versammeln, oder allesder Willkühr oder dem Eigennutz eines Ausschusses zu überlassen Die Verbindung derIndustrie mr>ß die Volksvertretung nachahmen, und damit wird ein Riesenschritt zurBeförderung aller nützlichen Unternehmungen gemacht seyn.

II. Grundriß einer Hypothekenbank.

Unter den Gebräuchen und Gesetzen früherer Jahrhunderte, welche der heutigenGewerbsthätigkeit entgegenstehen, weil sie auf das römische Recht basi'rt sind, oder vonZeiten herkommen, wo die vielen Zweige der neuern Industrie nicht geahnt wurden,ist das bestehende Hypothekenwesen einer der größten Mißbräuche, dem zu steuern jetzt