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1 (1836)
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genug ist, an die Stadtbürger verloost; sogar die Lehrstellenan der Hochschule, wie die Pfarreien. So geschah, daß das Spieldes Schicksals einen Professor der Mathematik plötzlich zum Rechts-lehrer, einen Lehrer der Geschichte zum Orientalisten verwandelte.Man kann wohl denken, wie wunderlich das Verhängniß zuweilenin einer so bestellten Staatsverwaltung schaltete; und mit welchenweltlichen oder geistlichen Obern sich oftmals das Landvolk be-gnügen mußte, dessen Freiheit und Glückseligkeit man dann undwann entschieden genug pries.Ihr genießet", sagte im Jahr1710 der Oberstpfarrer von Basel zu den Bauern von Klein-hüningen, als er ihr neuerbautes Kirchlein mit einer fast dreiStunden langen Predigt einweihte:Ihr genießet, neben derleiblichen Freiheit auch der geistlichen und Gewissensfrei-heit!" Ich weiß nicht, ob die armen Bauern, die doch Leib-eigne waren, an ihre leibliche Freiheit glaubten; oder sich wirk-lich ihrer Gewissensfreiheit rühmen konnten, während man ihnenbei Leibesstrafe verbot, dem Gottesdienst eines Pfarrers vomlutherischen Glaubensbekenntniß beizuwohnen. Von jener salbungs-vollen Predigt des Oberstpfarrers an die Leute von Klein Hü-ningen, führ' ich nebenbei noch eine charakterische Stelle an:DasGebet", rief er,ist um so kräftiger, wenn ihrer Viele zu-gleich dem Himmelreich Gewalt anlegen. Wenn ein an-sehnlicher Mann von einer Menge Bettler umringt wird, so kanner nicht anders, er wirft ihnen ein Stück Geld dar, nur damiter ihrer los werde; also umringen wir gleichsam unsern Gott,wenn wir in der Gemeinde den anrufen und nöthigen, daß er unserhören, und seineu Seegen hinter sich lassen muß."

Erst im Jahr 1789 wagte es ein Bürger von Basel, sein Nameverdient genannt zu werden, Abel Merian, in der Mitte desgroßen Rathes, auf Entlassung der Unterthanen vom Jochder Leibeigenschaft anzutragen. Solothurn hatte die seinigenschon im Jahr 1785 leibfrei gemacht. Die Basler entschlossen sichnicht ohne Sträuben erst im Jahr 1790 dazu, als das ferne Wet-terleuchten der französischen Revolution sie warnte, und das Land-volk sich seiner Menschenrechte lebhafter erinnerte.

Der erschütternde Gang der französischen Staatsumwälzung,unter welchem fast alle Nationen Europens zum Bewußtseyn ihrerselbst erwachten, und eine Menge neuer Ideen in der dunkelnWelt der politischen Vorstellungen aufleuchtete, blieb wie in derganzen Eidsgenossenschaft, so im Kanton Basel, nicht ohne bedeut-same Einwirkung. Nicht nur in der Landschaft, sondern selbst in