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1 (1836)
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der herrschenden Stadt, forderte man Grundverbesserung der mittel-alterlichen Formen der öffentlichen Verwaltung; forderte man dieRepublik, nicht für die Stadtbürgerschaft allein, sondern auch fürdie Bürger des ganzen Landes, damit sie den Namen freier Schweizernicht in ironischem Sinn tragen müßten. Das Waffenglück Frank-reichs, endlich auch die unzweideutige Absicht dieser Macht, denstillen Feindseligkeiten der schweizerischen Aristokratien gegen sich,durch Vernichtung der letztern, ein Ende zu machen, beschleunigtein Basel den Schritt zur unausweichlichen Abänderung der Landes-verfassung. Schon näherte sich ein französisches Heer den Schweizer-gränzen ; da ertheilte die gesammte Bürgerschaft der Stadt, in ihrenZünften versammelt, und der souveräne Rath des Staats, denBürgern der Landschaft die ungestüm verlangte Entlassung von derUnterthanenschaft und gewährte Gleichheit staatsbürgerlicher Rechtemit den Einwohnern der Hauptstadt. Die am 20. Jänner 1798 aus-gestellte Freiheitsurkunde wurde den Ausschüssen des Landes, zweenTage nachher, zu Liestal feierlich überreicht. So ward die merk-würdige Prophezeiung eines der edelsten Eidsgenossen, und zwareines Baslers, erfüllt, mit einer Bestimmtheit, wie selten sonstbei Prophezeiungen der Fall ist. Schon im Jahr 1770 nämlich hatteder menschenfreundliche Weltweise Jsaak Jselin geschrieben:dieUnterthanen der Schweizerregierungen aller Kantone werden nichteher glücklich werden, bis ein mächtiger Nachbar einmal die Gütehaben wird, die Schweiz zu erobern."

Stadt und Land waren nun vereint. Sie blieben es, im Ge-nuß gleicher Freiheit, während der ephemeren, helvetischen Nepn-blick; sie blieben es, während der schönen Friedenstage unter dernapoleonischen Vermittelung und Herstellung eines verbessertenFöderativsystems der Kantone. Aber Zufriedenheit und Eintracht ver-schwand wieder, als es im Jahr 1814 einer mißvergnügten Factionvon Aristokratisch-Gesinnten, beim Durchzug des Heers der gegenFrankreich verbündeten Mächte, gelang, eine neue Staatsnm-wälzung durchzusetzen, und den ehemaligen Patriziaten und Haupt-städten mehr oder weniger die ehemaligen Vorrechte zurück zu ge-

*)Ze mehr ich nachsinne", schrieb Jsaak Jselin am 14. April1770:je abscheulicher finde ich den Zustand und die Verfassung unseresVaterlandes." Dann fügt er die denkwürdige Weissagung hinzu:Se!<mmoi, los schets cle leurs Lxeellenees Ne tous los cnutons ue «ei-vntdeuoeux, gue lorsguo guelgus voisin puissnnt venctra dien leurl^il-e xrnee, cle les conguerir. (Pet. Ochs Geschickte der Stadtund Landschaft Basel. VIII. Band. 889, 830.)