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der Eidsgenossen: "Es mnß gehen, und gehts nicht, so hab' Gottunsere Seelen, der Feind unsere Leichen!"
In der Morgenfrühe standen sie vor dem Dorfe Prattelu.Dort in den Wiesen hatte sich der französische Marschall Graf vonDammartin mit einigen tausend Mann Fußvolks und Reitereiaufgestellt. Die Schweizer stürzten vor, brachen durch, sprengtenden Feind, der mit Hinterlassung einiger hundert Todten, in dieVerfchanzungen beim Dorfe Muttenz zurückgeworfen ward. Hierstand er bei zwölftaufend Mann stark. Die Verschanzungen wurdenerstürmt; die Zwölftaufend über den Strom der Birs gejagt. Dieeidgenössischen Hauptleute riefen halt! Die Birs sollte nicht über-schritten werden; jenseits stand die französische Artillerie : die ganzeArmee; voran eine Masse von 8 — 9000 Mann Reiterei. Aberdie Birs ward durchwatet und durchschwömmen, nicht ohne Ver-lust mehrerer Hundert Todten; nicht ohne Unordnung. Alle Feuer-schlünde der Franzosen spien ihren Donner gegen die Schweizer;alle Streithaufen walzten sich gegen sie an, sie zu erdrücken. Siewurden von den ungeheuren Massen erdrückt, umringt, vereinzelt,niedergemacht. Vergebens sandte Basel 3000 Mann aus seinenThoren, sich mit den Eidgenossen zu verbinden, um sie in die Stadt zuziehen. Es war zu spät. Der Feind trat zwischen die Eidsgenossenund die 3000, und drohte diese von der Stadt abzuschneiden.Die Schweizer kämpften fort, und fanden siegesmüde über Leichen-Hügeln ihrer Feinde hin den Tod. Noch war ihrer ein Häufleinvon fünfhundert Tapfern übrig. Der warf sich zu St. Jakob indas Siechenhaus und dessen ummauerten Garten; schlug dreiStürme ab, brach zweimal zum Ausfall hervor. Des Todes unddes Ruhmes für's Vaterland gewiß, nahm und gab er keine Gnade.Mann siel neben Mann durchbohrt» Stückkugeln zermalmten dieGartenmauer; das Siechenhaus brannte. Wer nicht durch Pfeilund Kugel, Schwert und Lanze umkam, starb in den Flammen.Zehn Stunden lang war gestritten worden. Die Leichen von mehrdenn tausend Rossen, von achttausend französischen Kriegern, undvon anderthalbtausend Eidsgenossen unter ihnen, bluteten auf demweiten Wahlplatz. Nur zehn Mann der Letztern, schon an derBirs von den Brüdern zu früh getrennt, retteten ihr Leben. Lud-wig der Dauphin schwor, im Kreis seiner Räthe und Marschälle,ein heldenmüthigeres Volk sey nimmer gesehen worden. Er wolltees nicht weiter versuchen. Zu Ensisheim schloß er Frieden, dieSchweizer mehr bewundernd, als fürchtend.
Der Dauphin scheint in den Schrecken dieser Thermopylen-Schlacht