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nach, so daß auch bei der Stadt selbst die Flucht nicht endete, undViele im See das Leben verloren, die sich durch Schwimmen zuretten suchten. Nach dieser Niederlage wurden beim schwäbischenBundesheer bei 2vl)l)Mann vermißt. Die meisten Feldschlangen, allesFeldgepäck, alle Beute war von den Schweizern erobert, die mitgeringem Verlust auf ihren gewöhnlichen Posten zurückkehrten.

So erzählt den Schlachttag von Schwaderloch einer der Feld-obersten des schwäbischen Bundes selbst, Bilibald Pirkheimer.Seine Geschichte des Schwabenkriegs, oder wie er ihn nennt, desSchweizerkriegs, ist ein eben so naives als treues Gemälde vondamaliger Kriegführung und Sitte. Ich hebe nur einen Zug aus,der heutiges Tags jedem Feldherrn und Diplomaten ein Lächeln ab-gewinnen kann.

Man schickte sich von Heer zu Heer keine Parlamentairs oderHerolde zu, sondern beauftragte mit den Depeschen alte Weiber,Frauen und Mädchen. Als Kaiser Maximilian aus den Nieder-landen nach Konstanz zum Heer gekommen war, sandten ihm dieSchweizer aus ihrem Lager einen Brief mit Friedensanträgen. DasMädchen, welches das Schreiben überbracht hatte, stand im kaiser-lichen Vorzimmer und wartete auf Antwort, der Feldoberft Pirk-heimer befand sich ebenfalls daselbst.

»Was treiben die Schweizer da droben in ihrem Lager?" fragteeiner der Trabanten die Botin.

Ihr sehts ja, antwortete diese, sie erwarten Euch.

»Wie stark sind sie wohl?"

Genug, um Euch noch einmahl zu schlagen.

»Sprich auf der Stelle, wieviel sind ihrer?"

Ei nun, ihr hättet sie wohl vor den Thoren dieser Stadtzählen können, wenn ihr Euch auf der Flucht von Schwaderloch nurein einzigesmahl würdet umgesehen haben.

Was? haben denn die Leute auf dem Berg droben zu leben ?"

Sonst wären sie ja schon gestorben.

Pirkheimer und alle Anwesende lachten bei diesen Bescheidenlaut auf. Aber den Frager ärgerten die Erwiederungen, welche dieLacher auf die Seite der jungen Schweizerin brachten. Er legte dieHand an's Schwerd und drohte ihr den Kopf zu spalten.

Sie lächelte ihn ruhig an, und sagte: »Mann, du bist mir einrechter Held, der einem schwachen Mädchen mit dem Schwerd droht!Warum stürmst du damit nicht lieber gegen den Posten der Schweizeran? Gelt, da antwortet dir, statt der Mädcheulippe, die Eisen-znnge eines Mannes.»

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