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und Roß aus Deutschland versammelt, um von da aus, durchden Thurgau ins Innere der Schweiz vorzudringen. Es war imApril des Jahres 1499, als diese Heerabtheilung, 19,999 Mannstark, aufbrach; mit vielen Feldschlangen ausgerüstet, und voneiner Menge Wagen begleitet, die Beute fortzuführen. Sie zoglängs dem Ufer des Bodensees bis zum Marktsiecken Ermatingen,wo die Schweizer eine Besatzung gelassen hatten. Diese wardniedergemacht oder auseinander gesprengt; der Ort geplündertund eingeäschert, rings die Landschaft verheert. Der nächste Wacht-haufen der Schweizer, meistens Luzerner, befand sich bei einemGehölz, genannt das Schwaderloch. Hieher, wo itzt auf derGcbirgshöhe ein Bauerhof steht, und am Bärenrain eine Kapelleim Schatten ihrer alten Linde, kamen die zerstreuten Flüchtlingeund baten um Beistand. Sogleich ward das Feuerzeichen der Hoch-wacht gegeben, und die aufsteigende Rauchsäule verkündete denbenachbarten Gegenden die Stelle der Gefahr. Noch waren aufdieser erst fünfzehnhundert Mann versammelt, als die feindlicheMacht schon an den Verghalden heraufzog, aber so zerstreut undverworren und so sorglos, daß es den Eidsgenossen leicht schien,ein überraschendes Wagftück auszuführen. Sie schickten ohngefähr699 Mann aus, die Engpässe im Rücken des Feindes zu besetzen.Die übrigen gingen dann in tiefer Stille auf Fußwegen desWaldes vor, bis sie, in der Nähe des Feindes, den ihnen vor-theilhaftesten Ort und Augenblick zum Angriff ersahen. Hier ord-neten , hi?r schaarten sie sich, und stürzten mit Ungestümm gegendie Massen des feindlichen Fußvolks, welches ohne Ordnung undVorsicht bergauf zog und nun die Reiterei zum Beistand rief.Dieser war es unmöglich, auf Bcrgpfaden und in Gebüschen Be-wegungen auszuführen. Sie rief die Geschützmeister schleunigst ausden Feldschlangen zu feuern. Allein die Stücke waren mit Beuteund Gepäck so beladen, daß sie nicht im Augenblick Dienst ver-richten konnten. Die Schweizer waren indessen schon im Handge-menge mit dem Fußvolk, und gestatteten demselben nicht Zeit, sichin Reih und Glied aufzustellen. Vom Kampf erschreckt, nahmendie Wagenführer mit dem Feldgepäck die Flucht; das Fußvolk inhülfloser Unordnung folgte bald dem Beispiel derselben; dann wandtensich auch die Reiter. Als die verworrenen Mengen gegen die Eng-pässe gelangt waren, fanden sie diese verrammelt, sich vom Hin-terhalt der Schweizer angegriffen; alle Auswege von den eigenenPackwagen gesperrt. Es entstand fürchterliches Gemetzel. Jeder stohwie er konnte, nach Konstanz zu; die Schlachthaufen der Schweizer