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1 (1836)
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Ild

Ursach, derentwillen sie aus dem Lande verbannt worden waren.Laut einer noch im Volke lebenden Sage, war es folgende:

Zu Steinen im Lande Schwytz, wo Werner Stauffachermit seiner heldensinnigen Gattin lebte, wohnte ein schönes Mäd-chen, um dessen Gegenliebe mehr als ein Jüngling des Ortes undder Nachbarschaft warb. Nach alter, in den Schweizergebirgeneinheimischer Sitte, wollten einige der jungen Leute einft demMadchen ihren nächtlichen Besuch abstatten, oder, wie man esnennt --kilten", um, in traulichen Gesprächen, der Schönen Gunst,zu gewinnen. Da sie aber sahn, ihnen sei schon ein glücklichererNebenbuhler zuvorgekommen, forderten sie ihn heraus, daß er,wie üblich, im Kampf den Preis der Minne durch Mannesmuthverdiene. Er, die Achtung der Geliebten für sich zu erhöhn,säumte nicht, zu erscheinen. In der Finsterniß begann das Ringenund Schlagen. Am Morgen fand man den unglücklichen Jünglingunter dem Fenster der Geliebten todt. Es war nicht leicht, deneigentlichen Urheber dieses Unglücks zu erfahren. Selbst über den,welchen man endlich dafür hielt, entzweite sich das Blutgericht;es fielen gleichviel Stimmen für seine Unschuld, wie für seineBestrafung mit dem Tode. Der Landammann mußte entscheidenund er entschied für die Hinrichtung des Verklagten. Sie geschah.Nun aber athmeten die Freunde des Unglücklichen Rache. Sievereinten sich mit denen, die von der politischen Gegenpartheides Landammanns waren. Sie tödtcten diesen, als er einesTages von Schwytz nach Steinen ritt, und legten seinen Leibauf einer, und das davon getrennte Haupt auf der andernSeite der Strasse. Dann entstehen sie. Das waren die Ver-bannten !

Reicher an Sagen und seltsamen Ueberlieferungen sind aberdie Umgelände des schönen Zugersees. Wer nur alle hören undwiedererzählen könnte, eh sie auS dem Gedächtniß des Volks,bei gesteigerter Bildung desselben, ganz verschwinden! Sie gebendas treueste Bild vom kindlichen Geistesleben eines vergangenenZeitalters, wo der Mensch immitten von Wundern wandelte. NurGreise erzählen noch von wunderlichen schwarzbraunenSchrätteli",Zwergen und Erdmännchen, oder Bergmännchen, kleinen eigensinni-gen, launenhaften Geschöpfen, die dem Menschen bald zur Hülfe, baldzur Plage sind. ^ Zwischen Gestrüppen und Felsenlöchern schlüpfensie hervor und verschwinden sie; haben Riesenftärke und Vogek-schnelligkeit; besitzen Gold und Diamanten im Ueberfluß und ge-brauchen sie nicht. Gesegnet ist die Hütte, wo sie einkehren und