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zusammen. Sechs und zwanzig Hauser lagen von der nassenTiefe verschlungen und bis auf die Spur ihres Daseyns ver-schwunden. Fünf und vierzig Menschen, noch in den Woh-nungen, wurden mit in den Abgrund gezogen. Ihrer keinerkonnte gerettet werden; nur ein Mann schwamm empor gegendas Ufer, und einen Säugling in seiner Wiege trieben dieWellen heran.
Im Jahr 1591 versuchte man die Oberfläche des SeeS,Durch Vertiefung seines Abflusses (der Lorz), niedriger zu legen,um mehrere hundert Juchart Landes aus ihrer Versumpfung zuziehn und fruchtbar zu machen. Eine künstliche Dämmung oderSchwelle, 75 Klafter lang, hemmte während der Arbeit desAbgrabens den Zudrang der Gewässer. Nach Vollendung desWerks riß man vielleicht die Dämmung unvorsichtigerweise allzu-plözlich ein. Der Wasserdruck gegen das den See umringendeLand ward damit allzujählings aufgehoben; und es geriethen weitherum die Gestade in Bewegung. Man zählte über hundert Ein-brüche des Ufers und Erdfälle. Bei dem Dorfe Buonas ver-schwand eine ganze Strecke Landes. An der Eiolen, wo aufihren Kähnen im See die Fischer beschäftigt waren, sahen siesine schöne Wiese, sammt dem darin befindlichen Teich, herab-donnern und mit grausenhaftem Getöse in den Abgrund sinken.In der Stadt Zug gingen neun Häuser unter; im FleckenArth eins; andre an andern Orten. Ueberall floh man vonden Ufern; man fürchtete den Untergang sämmtlicher Ortschaftenlängs dem See.
Weder so groß, noch ähnliche Gefahren bringend, wie derZugersee, ist ein anderer im Kanton, der Aegerisee. Erliegt immitten eines romantischen Thals, von mehreren Ortschaf-ten in einem Umfang von vier Wegstunden umgeben. An seinerMorgenseite zieht sich zwischen allmählig aufsteigenden Waldbergenund Waldströmen ein geräumiges Wiescnland von den Höhen nie-der. Dies ist der durch die Freiheitsschlacht der Schwytzer imJahr 1315 berühmt gewordene Moorgarten. Man kenntdiese Schlacht aus zahllosen Beschreibungen; auch wie sich fünfzigverbannte Jünglinge von Schwytz zu ihr drängten, um sich durchTapferkeit wieder Gnade und Heimkehr in's Vaterland zu ver-dienen. Man weiß, wie die Eidgenossen ihr Anbieten verwarfen,und nicht mit Bestraften gemeinsam streiten wollten, die dannaber abgesondert kämpften und durch ihr Heldenwerk den Zornihrer Landsleute versöhnten. Doch weniger weiß man von der