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Eingang und Ausgang zwischen Felsen. Das innere Platzchen bildetzugleich den Vorhof einer kleinen Kapelle zwischen den Felsblöcken.Sie ist von innen mit geschmacklosen Votivbildern behängen, undmit Beschreibung der Sage, daß drei von einem Vogt verfolgteschöne Schwestern in diese Wildniß flüchteten, geleitet von Engeln.Darum trägt die Quelle den Namen des Schwefternborns. Siewird erst seit Mitte des XVI. Jahrhunderts von Hirten undandern Nachbaren des Rigi als Heilbad und Gesundbrunnenbenutzt.
Das Gasthaus des kalten Bades, eine halbe Stunde unterdem Kulm gelegen, in der Nachbarschaft prächtiger und wechselnderGebirgsparthien und Alpen, giebt natürlich nicht die unermeßlicheAussicht des Kulms, aber eine dem Auge wolthuendere vom Fcl-senvorspung des „Käntzli" über den See der Waldstätte, wo ersein weites Wasserkreuz zwischen blühenden Ufern ausdehnt.
Wunderhafter noch ist bei heiterm Sonnenuntergang das selt-same Lichtspiel der gegenüberstehenden Vinzuauer Flue des Rigi.Es ist dies eine schroffe, braunröthliche Felswand des Nagelflue-lagers, welche hoch über den See Heller erglänzt, wenn dieserdrunten schon in abendlichen Schatten zu verschwimmen beginnt.Der Glanz wächst dann, in blasser, bald in dunklerer Nöthe, bissich die ganze Bergwand entzündet und uns, gleich einer unge-heuren Kohlenglut, anstrahlt, die selbst in den vorüberschwebendenNebel ihren Wiederschein wirft. Man vergißt in der Selbsttäu-schung den Untergang des Tagesgestirns, und erwartet denAusbruch einer aus Lohe und Glut der Felsen hervorloderndenFlamme. Langsam steigen dann aber, aus dem Abgrunde, da undhier, blaue Farbenlichter in breiten Banden. Sie wechseln mitdem brennenden Schimmer des Gesteins. Was zuvor flache Fels-wand gewesen, schwillt theilweis heraus und gewinnt halbrunde,thurmförmige Auswüchse, einer alten« Burg ähnlich. Auch dieseneue Gestaltungen, und die glutrothen und blauen Strömungen,bleiben nie lange dieselben. Falber wird nach und nach das Roth-licht; es erlischt allmählich im überschwimmenden Blau, bis diesesselbst schattenhaftes Grau wird.
Vom Kulm herab ein schöner Sonnen-Aufgang, oder Niederganggesehn, läßt dem Gedächtniß und Gemüth einen unvertilgbarenEindruck. Man hat Geburt und Tod einer Welt gesehn; einezauberhafte Feerei, die uns umgaukelt, die wir nicht glauben undm 'cht läugnen können. Es malt kein Maler die blendenden Gold-flammen, welche von zehn bis zwölf Seen nah und fern, in grünn