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wichtiger, als dem der ins Gebirg steigt, die Witterung desTags, welche nirgends plötzlichere Umschwünge hat; als eben dro-ben, vom hellen Tagesglanz zur Dunkelheit, von der Hitze zumFrost, von schlagenden Regenschauern zum reinsten Blau desHimmels.
Vielleicht kein Punkt unsers Welttheils wäre geeigneter, dieAenderungen und Erscheinungen der obern Luftschichten mit Bequem-lichkeit zu beobachten, als das Kulmhaus, das selbst im Winterbewohnbar ist, und Gemächlichkeiten jeder Art gewähren kann.Zwar hat die Gesellschaft schweizerischer Naturforscher ein gut gear-beitetes Barometer und Thermometer hinaufgestellt; theils abersind diese Paar Werkzeuge nicht für alle Untersuchungen genügend,theils fehlt es an zusammenhangenden Beobachtungen. Wenigstensein Jahr lang sollte dies erhabne Observatorium von einem tüch-tigen Naturforscher bewohnt werden, ausgerüstet mit erforderlichenInstrumenten aller Art, täglich und stündlich die wechselnden Ver-hältnisse des Luftoceans zu belauschen. Welch ein ungeheurer Him-melskreis böte sich dazu dar! Das Quecksilber des Barometers spieltda gewöhnlich um 93 Zoll, auf und ab; *) mit größern und plötz-lichen Sprüngen steigt es aber im Wärmemesser auf und nieder,daß es nicht selten zwischen dem höchsten und niedrigsten Stande aneinem und demselben Tage einen Raum von 20 bis 30 reaumurschenGraden durchläuft.
Ein gewöhnliches, den Rigigästen freilich nicht immer das ange-nehmste Schauspiel ist, tief unter ihren Füßen einen Wolkenhimmekausgespannt zuerblicken, der, so weit das Auge reicht, die Unterweltverschleiert; und hoch am Himmel wieder eine andre Wolkenschicht.In Sommergewittern geschieht es auch, daß beide Wolkenlager(ohne Zweifel von entgegengesetzten Electricitäteu geladen,) einanderBlitze znsenden, und der erstaunte Zuschauer sonst nur des zur Erdeniederschießenden Blitzes gewohnt, ihn aufwärts gen Himmel fahrensieht.
Meistens nach Sonnenaufgang zerreißt das in der Tiefe ruhendeWolkenmeer. Es entsteht dann in ihm allgemeine Bewegung; ein-zelne Stellen blähen sich langsam auf, und erheben sich ballenförmig;
S) In den letzten Augusttagen des IahrS 5827 stand das Barometerdes Nigikulms aus 22". 21 und 22". 19" 39; am 12. Juno 1332auf 22". ö"2 49; (in derselben Zeit «im kalten Bade" weiter abwärtsam Rigi an dessen Süöwestseite gelegen, 23". 9'". ö.) Am 24. Junß'834 betrug die Varometerhöhe des KulmS 23". 3"").