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1 (1836)
Seite
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nach der Schlacht bei Zürich und Massena's Sieg über Korsakow,beauftragt, die Höhen des Gotthard zu erobern und zu besetzen.Gudin zog zu dem Ende mit seiner Division über die Grimselund Furca; Loison über das hohe Mayenthal, am Fuß derGletscher gelegen, wo er aus einer alterthümlichen Schanze diedarin stehenden Oesterreicher, nach wenigen Flintenschüssen, ver-trieb. Bei Wasen, einem ärmlichen Dorf an der Gotthards-straße, stieß er zum General Lecourbe. Wie er mit diesem,an der Spitze der Truppen, bergauf ritt, meldeten Eilboten desVortrabs: eine große feindliche Heermacht rücke vom Urserenthatherab ihnen entgegen und bedecke mit seinen Bataillonen nichtnur den offenen Weg, sondern alle kaum gangbare Klippen amnndern Ufer des Reußstromes. Beide Generale lachten. Sie wuß-ten von keiner Armee auf dem Gotthard, oder von wannen einesolche kommen könnte? Aber neue Boten bestätigten die Nachrichtder ersten, ohne sagen zu können, welcher europäischen Macht diefeindlichen Schaaren angehören mögten. Es entspann sich bald dasGefecht. Man erkannte, es seyen Russen, mit denen man zuschaffen habe. Es war Suwarow, der, von Italien her, indie Schweiz dringen wollte. Während die Franzosen von der Ueber-macht des Gegners langsam gegen Wasen zurückgedrängt wurden,meldeten andere Boten, die in größter Eil von Amstäg heraus-gesprengt waren, daß General Rosenberg mit zahlreichen Schlacht-haufen von Oesterreichern, aus Bünden ins Maderanerthal ein-gerückt sey, und den Franzosen den Rückweg vom Gotthard zuversperren drohe. Nun war keine Zeit zu verlieren. WährendLoison durch Widerstand das schnellere Vorrücken Suwarowsbis nach Wasen so lang, als ihm möglich war, hemmte und dannsich wieder, die steilen Berghalden bei diesem Dorfe hinauf, insMaienthal ziehen mußte, eilte Lecourbe mit seiner Division nachAmstäg hinab.

Hier fand er das Dorf und die Brücke schon von der starkenVorhut der Oesterreicher besetzt, und seinen Heimweg in die sichernSchanzen von Seedorf, am Ufer des Vierwaldftätter Sees, ab-geschnitten. Jeder versäumte Augenblick führte ihm die österrei-chische Hauptmacht vom Maderanerthal näher. Hinter lhm drohteSuwarow in wenigen Stunden zu erscheinen. Lecourbe sah sichvon überlegenen Streitkräften eingeschlossen, und keinen Ausweg,als über die Brücke. Er ließ sie durch seine Grenadiere mit ge-fälltem Bajonet stürmen. Flinten- und Kanonenfeuer warf dieseTapfern zurück. Er gebot den Angriff zum andern und zum drjt-