Druckschrift 
1 (1811)
Entstehung
Seite
279
Einzelbild herunterladen
 

-7?

Ertrag jeder Kulturart sowohl, als auch über dendes ganzen Gutes urtheilen könne, und daß end-lich des müßigen Geredes für und gegen die Vor-theile der neuen Kulturart, ein Ende gemachtwerde. Denn hier entscheiden nicht Worte nichtLobjhrüche nicht Tadel, sondern Zahlen entschei-den und nichts als Zahlen.

Das Vieh, welches man ans Hofwyl sieht, istvon vorzüglicher Schönheit, sowohl die Pferde alsStiere und Kühe. Schafe werden nickt gehalten,als crwa ein Dutzend zum eigenen Gebrauch. Mitden Stieren wird jeden Morgen der Klee eingefah-ren, sie bleiben sehr zahm, da sie immer bei denKühen stehen. Die Kühe waren alle roth undvon Freiburgcr Race. Sie geben im Durchschnitt6 bis 7 Maß Milch, und waren zugleich so fett,daß sie hatten können gcmetzgert werden, sonennt man in der Schweiz das Schlachten. Es istein besonderer Senner hier, der das ganze Milch-geschäft unrer sich hat und die Käse macht. Dennhier so wie in der ganzen Schweiz, wird das Mel-ken und Käsen von den Mannern besorgt. Buttermacht man in der Schweiz nicht viele, und die