ein kleines Geschenk ist alles, was sie hiebcr außerdein Vergnügen des Fremden, beabsichtigen. DieSchweiz ist wie ein großes Wirthshaus, in dem«ahrlich eine außerordentliche Menge Fremden wohnt.Jedermann sucht dem Fremden Freude zu machen,und zugleich etwas von ihm zu verdienen: und manreist daher nirgend besser und angenehmer als hier.
Als wir von den schönen Wasserfallen des Gieß.bacheS zurückkamen, erwarteten unS die Sangerin-nen mit ihrem Boote am Ufer des Sees, und wirließen uns langsam vom Winde und den plätschern-den Rudern wieder nach der Brienzer Seite hinübertreiben. — Einer von der Gesellschaft zerbrach einemMadchen seinen Strahlen; (Haarkamm) in Brienzkaufte' er ihr beim dortigen Kramer einen neuen,der 10 Batzen kostete, und der theuerste, der glän-zendste und der schönste von ganz Brienz war. Siesteckte ihn gleich ins Haar, — und ging durchSDorf. Daß das Marile einen neuen Strahlenhatte, war so eine merkwürdige Begebenheit inBrienz, daß eine Nachbarin sieder andern erzählte,und die ganze Gesellschaft gerieth hiedurch so sehrin den Ruf der Freigebigkeit, daß gleich eine Menge