Druckschrift 
1 (1811)
Entstehung
Seite
207
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können eine so große Last tragen, unter der leichteDächer einbrechen wurden.

Man wohnt in Brienz sehr angenehm. DerWirth hat eine kleine sehr nette Wohnung dicht amSee bauen lassen, in der der Fremde geschiedenvom taglichen Lärmen des Wirthshauses nichts hörtals das Platschern der Wellen, und das ferne To-ben deS Gießbaches, der sich in herrlichen Cascadenüber schwarze Felsen in den See stürzt. Docherzählte der Wirth, daß vor einigen Tagen die See-räuber deS Nachts auf dieser Seite gelandet, undwie die Algierer auf der Küste von Sicilien, aufMädchenraub ausgegangen seyen. Sie waren aberentdeckt und verjagt worden.

Diesen Morgen fuhren wir nach dem Gießbacho-.Die Madchen, die uns fuhren, waren zugleich inder Kunst des Gesanges erfahren, und ließensich nicht lange bitte». Die hiesigen Mädchen habenden Ruf, daß sie unter allen Bauernmädchen desHaslithales am besten singen, und sie kommen,wenn sie wissen, daß Fremde im Wirthshause sind,zu halben Dutzenden und fragen: ob sie einssingen sollen? Ein paar Flaschen Wein and