bleiben, ehe die Vegetation sich auf ihr ansiedelt,und sie ebnet. — Ein Fußpfad führt zwar hindurch,aber doch ist man in Gefahrzwischen diesen hohen Fel-scntrümmern den Weg zu verfehlen. Todt undwüst ist jetzt alleö, wo sonst fröhliches Leben war, —und nur hier und da hat sich auf den Felsentrüm-mcrn der Nagelfluh Huflattig angesiedelt. Hierwurden den 2. Sept. 1806 4Z7 Menschen lebendigbegraben. 14 wurden aus dem Schütte der nieder-gestürzten Häuser auf eine wunderbare Weise nochgerettet. Am rührendsten ist die Geschichte einerMagd, die mit einem Kinde von Z Jahren lebendigbegraben wurde. Als diese sich auS ihrem Hauseretten wollten — wurde alles fortgerissen, und bei-de von einander getrennt. Die Magd fiel zwischendie Ruinen, und wurde festgeguetscht, so daß sieden Kopf unten hatte, und die Füße oben. Nachvielen Anstrengungen wurde ihre rechte Hand frei,und sie konnte sich das Blut aus den Auge» trock-nen. Sie glaubte der jüngste Tag sey gekommen,und sie allein sey nur übrig geblieben — und be-fahl unter Schluchzen und Weinen Gott ihre Seele.— Endlich Hort sie neben sich seufzen. Sie ruft,
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