Druckschrift 
1 (1811)
Entstehung
Seite
114
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Ich beobachtete den Abend das Barometer zu .Ander Matt im Urseren Thale, wo es wieder auf 2Z,c>2Zoll gestiegen war. Der Wärmemesser stand aufN. Ich berechnete, das; ich hier iL6c> Fußniedriger war als am Oberalpsee, 35o Fuß nie-driger als am Kornfeld zu Chiamunt, und nur ssssoc»Fuß über der See. Und doch ist im ganzen Urse-ren Thale kein Getreidebau. Auch sieht man keineObstbäume, und nur über dem Dorfe An der Matteinen kleinen Tannenwald, zum Schutze gegenSchneelawinen. Von Gcmüfearten wachsen hiernur Kartoffeln und alle Kohlgartungen, und unterdiesen vorzüglich schöner Blumenkohl, den man indieser Hohe nicht erwartete.

Das Thal ist von allen Seiten mit Gebirgeneingeschlossen. Die erste Bevölkerung hat eS wahr-scheinlich aus dem Tavetschen Thale über die Ober-alp erhalten. Im siebenten Jahrhundert, als Si-gibcrt die Abtei zu Dissenris stiftete, war diesesThal noch unbewohnt. Späterhin zogen die Ein-wohner voir Chiamunt mit ihren Heerden den Som-mer über hiehin, und siedelten sich endlich hier an,indem sie die Sennenhütte in ein Wohnhaus ver-