Druckschrift 
1 (1811)
Entstehung
Seite
95
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Nachdem ich eine halbe Stunde gestiegen war,kam ich »ach dem Hofe Rongella, der aus etwa 20bis 3c> zerstreut liegenden hölzernen Alphäusern be-steht. Man ist hier in der Nahe deS Rheins>der in einem tiefen dunkeln Tanuenschlunde sich fort-wälzt. Das Bette des Rheins ist ei» ungeheu-rer Felsenriß von zwei bis dritthalbtausend Fuß Hö-he, zwischen dem Beverin und dem Muttner Hör-ne. In der Tiefe dieses Felsenriffes fließt derRhein, und in einer Höhe von Z bis 400 Fuß überdem Flusse ist der Weg in den Felsen gesprengt,der durch Bündten nach Italien fuhrt. Dieses istdie Via rnsla. Die Gemeine Thusis hat diesenWeg gemacht, und drei Brücken über den Rheingebaut, deren Bogen Z bis 400 Fuß über demWasser sind, und. nur 40 Fuß Sprengung haben.Die Brücken wurden erst im vorigen Jahrhundertegebaut, und 17?^) der Weg war aber schon

im fünfzehnten Jahrhundert gemacht, (1470) aberdamals, wo er ganz aus der linken Seite ging , sehrgefährlich, und erhielt den Namen nicht niit Un-recht. Jetzt ist er aber völlig gefahrlos. Nur imWinter ist er noch gefährlich, wegen der Lauwinen