Druckschrift 
1 (1811)
Entstehung
Seite
94
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und bei Gewittern, spult der angeschwollene Bachden weichen Schlamm in fast unglaublicher Mengefort. Bei einer Überschwemmung wurde vor einpaar Jahren im Domeleschgcr Thal ein Haus bisan den Schornstein m den Schlamm der Nolla ver-graben, und dieses in einer Nacht. Die Berg-geHange am Dorfe Tschapiua werden immer mehrUnterhöhlt, die Wiesen und die Häuser sinken hin-ab, und es entstehen große Erdschilfe, welche wieSchneelauwinen von den Bergen hinunter rutschen,lind doch bewohnen immer noch die Menschen die-sen unterhöhlten Boden. So schwer verläßt derMensch seine gewohnte Heimach.

Von Reichcnau führt ei» angenehmer Weg nachThusis im Domeleschger Theile, und von hier sindnoch zwei Stunden bis Zilis, durch die berühmteVia inala. Ich kam gegen Abend nach Thusts,und ging den folgenden Morgen über die großeBrücke der Nolla. Diese war jetzt klein, wie derunbedeutenste Bach, und ich begriff kaum, wie sieso große Verwüstungen machen kann. Aber ihrWasser war aucb jetzt so schwarz, als wenn es Gru-benwasser auS eine»! Kohlenbergwerke gewesen-