Druckschrift 
1 (1811)
Entstehung
Seite
96
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und der Steingerölle. Eins arme Frau, die ineiner kleinen Hütte auf dem Hefe Rengelln amWebstuhle saß, klagte, daß sie vorigen Winter ih-ren Mann in der Via maln verloren, alS er denWeg für den Briefbeten nach Mailand offen machte.

Von Rongella führt der Weg durch einen herr-lichen Tannenwald zur Felsenkluft hinunter und zurersten Brücke. Ist man über die Brücke, so kommtman durch ein Loch, welches in den Felsen gesprengtwerden, und dann zur zweiten, die wieder auf daslinke Ufer führt. An dieser Brücke sind die Fel-sen am höchsten und steilsten und unten in derTiefe fließt der Rhein in seinem engen Felsenbette,welches nur eine Breite von etwa a i Fuß hat, miteiner ungeheuern Geschwindigkeit. In dieser Strom-schnelle schwimmen die Steine eben so, wie in denStromschnellen der Amerikanischen Flüsse. Unter-halb der Brücke hat er sich ein weites Becken in denFelsen ausgeholt, aus dem er sich durch eine engeSpalre mit einem Falle von 70 bis 80 Fuß in dieuntere Stremschnelle ergießt. Diese Spalte istoben enger wie unten.

In einer Hohe von ?o Fuß über dem Wasser-